Nobel geht die Welt zugrunde.

Der Audi A7 Sportback hat es momentan ein bissl schwer. Er steht genau in der Mitte zwischen dem ebenfalls kürzlich gestarteten Luxusdampfer A8 und dem nagelneuen Business-Liner A6 sowie dessen praktischen Bruder A6 Avant. Da stellt sich die Frage, warum man sich den A7 Sportback nehmen sollte. Wir haben uns das Fahrzeug bei einer Testfahrt in den Böhmerwald genauer angesehen.

Die Testfahrt mit dem Audi A7 Sportback in den Böhmerwald hat richtig Spaß gemacht. Der Luxusflitzer trifft hier auf rustikale Luxus-Chalets.
Das INNs Holz in Schöneben bietet die perfekte Kulisse für einen sommerlichen Fotoshooting-Aufenthalt.

Technisch gesehen gibt es nämlich gar nicht so viele Unterschiede zwischen den drei Baureihen. Alle verfügen großteils über dieselben Motorisierungen. In unserem Fall nennt sich der Testwagen kryptisch Audi A7 Sportback 50 TDI quattro. Soll heißen Dreiliter V6 Bi-Turbodiesel mit milder Hybrid-Unterstützung und satten 286 PS – alles natürlich super-sauber mit EURO 6d temp abgesegnet. Der füllige Sechszylinder passt perfekt zum potenten Auftritt, hat massiv Durchzug und klingt dabei eher nach Benziner.

Zum edlen Charakter passt aber sicher die Komfort-Einstellung am besten.

Sparsam und sauber.
Beim Verbrauch lässt er dann wieder den Selbstzünder raushängen – der Testschnitt von 8,7 Liter Diesel auf hundert Kilometern geht angesichts der gebotenen Leistung schwer in Ordnung. Das gekoppelte 8-Gang-Tiptronic-Getriebe schaltet fast unmerklich – aber was anderes hätten wir uns eh nicht erwartet. Dank Audi drive-select darf man sich seinen A7 nach Belieben fahrdynamisch herrichten – da geht von extrem ökonomischer Fortbewegung bis zu beherztem Kurvenfräsen so ziemlich alles. Zum edlen Charakter passt aber sicher die Komfort-Einstellung am besten.

Super-feines Interieur.
Audi wäre nicht Audi, wäre auch das Interieur nicht wieder „State of the art“. Materialgüte, Verarbeitung und Design sind schlicht atemberaubend. Am Augenfälligsten sind die drei Bildschirme in Hochglanzoptik. Hinterm Lenkrad das bekannte „Virtual Cockpit“ mit mannigfacher Informationsflut, inklusive Google-Maps – darüber thront das farbige Headup-Display. Auf der Mittelkonsole platziert Audi zwei Touchscreens – der obere fungiert als Bedienungszentrale für Infotainment, Navigation, Telefon und eine wahre Flut an weiteren Funktionalitäten. Der untere wiederum ist hauptsächlich für die Klimatisierung zuständig. Auf ihm kann man mit dem Finger auch Navi-Daten oder Telefonnummern kritzeln.

Die Bedienung will erlernt sein.
Den altbekannten MMI-Controller hat Audi restlos eliminiert – wenigstens der Volume-Drehknopf blieb erhalten – DANKE dafür Audi! Will man den A7 ordentlich bedienen, ist Umdenken angesagt. Der beste Weg zum Ziel wird wohl ein Bedienungsmix über die perfekte Sprachsteuerung, die haptisch reagierenden Bildschirme sowie die Lenkradtasten sein. Dies erfordert zwar eine gewisse Lernphase, sollte aber Smartphone-erprobten Audi-Fahrern nicht allzu schwerfallen.

Preislich? Eher abgehoben.
Wer bei Audi einkauft, ist ein gewisses Preisniveau gewohnt. A8, A6 und A7 Sportback kosten jeder für sich grundsätzlich eine Lawine – umso mehr, als dass man diese Autos immer möglichst luxuriös ausstatten wird. Nackte Audis dieser Größenordnung gibt es schlicht nicht. Die realistische Preis-Range für den Audi A7 wird wohl zwischen 90 und 150 Tausend Euro liegen. Gestartet wird jedenfalls ab EUR – der Testwagen belief sich auf satte 136.000 Euro.

Auto für Feinsinnige.
Die wirkliche Entscheidung, zu welchem der drei neuen Audi-Modelle man schlussendlich greift, wird wohl über den jeweiligen Geschmack fallen. Während A6 und A8 doch eher das konservative (Chef-) Klientel ansprechen und der A6 Avant dann auch noch seine Praktikabilität ins Rennen wirft, ist der Audi A7 Sportback eher die feinsinnig gestylte aber dennoch sehr praktische Variante genau dazwischen. Das abfallende Coupé-Dach schmälert die opulenten Platzverhältnisse kaum und hebt den A7 Sportback aus dem Limousinen-Allerlei wohltuend heraus. Hinter der riesigen Heckklappe befindet sich ein voluminöser Kofferraum – auch dieser liegt größenmäßig irgendwo zwischen Limo und Avant. So gesehen empfiehlt sich der Audi A7 Sportback für wohlhabende, geschmackssichere Leute, die die goldene Mitte suchen.

Daten Fakten Audi A7 Sportback 50 TDI quattro
Motor: 6-Zylinder BiTurbodiesel
Hubraum: 2.967 ccm
Leistung: 286 PS
Testverbrauch: 8,7 Liter Diesel / 100 km
Preis: ab EUR 77.990,88

Shooting-Location: INNsHolz Chaletdorf & Hotel Böhmerwald

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