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Wiederholungstäter

  • 24. Juli 2017
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VW frischt nach 4 Jahren Bauzeit den Golf VII auf. Zeit die Frage zu stellen, ob er seinen beinahe unheimlichen Erfolg prolongieren kann.

Werfen wir einen Blick auf die Vielfältigkeit unserer Straßen scheint das fast ausgeschlossen. Nach logischen Aspekten. Dazu gibt es einfach zu viele direkte und indirekte Konkurrenten, zu viele Skodas und Seats, zu viele SUV´s, Mini-SUV´s und Coupé-SUV´s. Rechnen wir noch die unterschiedlichen Antriebssysteme dazu, die Elektro-Hybrid-Schiene, die rasende Entwicklung im Infotainmentbereich, ja dann scheint die Luft eng zu werden für den Golf. 

Doch der hält dagegen. Dabei kommt ihm zu Gute, dass bei seinen Fans das Gesetz der Logik ein ungeschriebenes, wir möchten fast sagen unbeachtetes, Gesetz zu sein scheint. Kein Dieselskandal, keine koreanischen Preisbrecher, keine preislich attraktiveren technischen Zwillingsbrüder konnten bis dato am Standing des Golf rütteln.

Nach dem Motto „Ein Golf geht immer“ ist er quasi das Leberkässemmerl von Frau und Herrn Österreicher.

Daran wird sich ziemlich sicher auch nach dem Golf 7,5 nichts ändern. VW hat beim Design wie gewohnt wenig geändert, allein die auffällige LED-Signatur und – im Falle unseres Testwagens – die Kurkumagelb-Lackierung sorgen für anerkennende Blicke. Wesentlich mehr Geld haben die Wolfsburger in Sachen Elektronikfeatures in die Hand genommen, wo auf Wunsch und nach Überweisung einiger Extraeuros bis hin zur Gestensteuerung quasi alles möglich scheint. Wir empfehlen an diesem Punkt das Premium-Paket um faire € 2.546,–, welches u.a. Navigation, WLAN-Hotspot, Voll-LED-Scheinwerfer und das digitale Active Info Display enthält.

Da fehlt es dann aber trotz HighLine-Ausstattung noch immer an diversen Assistenzsystemen oder 17“-Alus, aber auch das ist etwas, was man dem Golf nachsieht. Denn unterm Strich wurde das Ausstattungsniveau leicht angehoben, einen adaptiven Tempomaten zum Beispiel gibt’s serienmäßig. Genau so wie ein top verarbeitetes Interieur, eine trotz vieler Funktionen immer noch vorbildliche Bedienung, sehr gute Platzverhältnisse und auch sonst immer die richtigen Antworten auf Fragen aus dem automobilen Alltag.

Dazu gehört natürlich auch der passende Antrieb, eh klar muss es da – noch – ein Diesel sein.

Die 150 PS starke 2,0 Liter Maschine hat mit dem Golf leichtes Spiel, spontaner und kräftiger Antritt gehen einher mit beinahe sportlichen Durchzugswerten. Zusammen mit dem serienmäßigen Sportsitzen führt das zu einer sehr dynamischen Fahrweise, dynamischer als wir es erwartet hatten. Zudem sei gesagt, dass ein Verbrauch von unter 5 Litern jederzeit möglich ist. Spricht also nichts gegen den Motor, außer der aktuell generell schlechten Meinung über die Dieseltechnologie. 

Deshalb erwähnen wir der Vollständigkeit halber die sehr feinen TSI-Motoren, die Erdgasvariante, den E-Golf, dazu noch Allrad, DSG und weißgottnochwas. So kommt am Ende die Erkenntnis, dass sowohl Ausgewogenheit als auch Vielschichtigkeit den Platz an der Sonne der Zulassungsstatistik auf unbestimmte Zeit garantieren. Der Klassiker aber ist unser Highline-TDI-Testmodell, käuflich erwerbbar ab EUR 29.130,00.

Was er kann:
Es allen recht machen.

Was er nicht kann:
Wer den Golf aus Prinzip nie mochte, wird auch den Neuen nicht mögen.

Extralob gibt es:
Die konsequente Aussparung von Schwächen.

Ändern würden wir:
Die Verkaufszahlen sagen – Nix.


Daten VW Golf Highline TDI
Motor: 4-Zylinder Turbo-Diesel
Hubraum: 1.997 ccm
Leistung: 150 PS
Max. Drehmoment: 340 Nm bei 1750 U.
Testverbrauch: 5,1 Liter
Vmax: 216 km/h
0 auf 100 km/h: 8,6 Sek.
Preis ab EUR 29.130,00

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