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VW T-Roc: Mir doch egal 

  • 4. Juni 2026
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Die Konkurrenz immer zahlreicher und internationaler, der Preisdruck immer größer und spürbarer. Genau die richtige Herausforderung für den neuen VW T-Roc.

Eine der größten Stärke von VW war und ist seit jeher, Trends mit Potential von kurzfristigen Modeerscheinungen unterscheiden zu können. Auf einen fahrenden Zug wird quasi erst aufgesprungen, wenn klar ist, dass die nächste Haltestelle nicht die Endstation ist. Das war bei den SUV´s und dem T-Roc im Besonderen nicht anders. Als er auf den Markt kam, erfreuten sich Qashqai&Co. schon allergrößter Beliebtheit. Wenig überraschend hat der T-Roc das Bild dann eh wieder zu Recht gerückt.

Seinem Nachfolger obliegt nun nicht primär die Eroberung neuer Gebiete, sondern die Bewahrung des Erreichten. Das allein wäre angesichts der Flut an Mitbewerbern samt aufstrebender E-Mobilität eh schon ein Wunder. Oder auch nicht. VW hat sich mächtig ins Zeug gelegt, war sich dabei auch nicht zu schade aus eigenen Fehlern, Stichwort Touchslider, zu lernen. Die gibt es zwar noch, werden aber durch einen Drehregler für die Lautstärke und fixe Klima-Icons am Touchscreen neutralisiert. An der Stelle gleich auch ein „Danke“ für die echten Tasten am Lenkrad.

Man sieht dem T-Roc dieses neue Selbstverständnis auch an. Vielleicht liegt es am leicht angriffslustigen Kühlergrill und den 18“-Felgen der „R-Line“, an den schmalen Matrix-LED Scheinwerfern, den beleuchteten VW-Logos oder dem coolen „Celestial Blue“ -Metallic unseres Testmodelles. Vielleicht aber auch einfach nur am deutlichen Längenwachstum von 12 Zentimetern. Wahrscheinlich alles zusammen, der Punkt ist: Der VW T-Roc strahlt enormes Selbstbewusstsein aus.

Seine Größe stellt er dabei konsequent Mensch und Gepäck zur Verfügung. Vier Erwachsene haben es bequem, der variable Kofferraum ist mit 465 bis 1.350 Litern auch super. Generell wohnt dem Interieur diese VW-typische Leichtigkeit inne. Verarbeitung und Materialien sind top, bis hin zum Sportlenkrad greift man überall gerne hin. Eh klar sind die Anzeigen digital und konfigurierbar, ist der Touchscreen das zentrale Bedientool und optischer Blickfang. Mit 12,9 Zoll bleibt man bei einer, wir würden fast sagen, anständigen Größe. Das Multimediasystem reagiert schnell und zuverlässig, die Menüstruktur gibt keine Rätsel auf.   

Das tun die zum Marktstart erhältlichen Motorisierungen auch nicht. Zweimal eTSI, sprich mild-hybride Turbobenziner, wahlweise mit 115 oder 150 PS. Mehr Auswahl kommt in Form eines 2.0 TSI und zweier Vollhybride im Laufe des Jahres, der 150 starke eTSI samt 7-Gang DSG unseres Testmodelles ist aber so oder so eine unbedingte Kaufempfehlung. Mehr als genug Kraft, kultivierter Lauf, asketisch beim Verbrauch. Die sportlichen Ingredienzien der R-Line machen sich vor allem optisch bemerkbar, selbst das Sportfahrwerk hält sich vornehm zurück.

Das tut VW beim Preis eigentlich auch. Schon klar, 48.018,74 EUR für unser Testmodell sind schon stolz, das ist der Umfang der Top-Ausstattung und der Inhalt der optionalen Pakete aber auch. Matrix-LED, Head-up Display und Harman Kardon-Sound sind nur ein kleiner Auszug aus einer feinen Erlebniswelt. Ist das Budget trotzdem knapp, ist der T-Roc Einstiegspreis von 29.990,00 EUR für den eTSI 115 vielleicht interessanter. Die Ausstattung ist auch dann nicht ärmlich, fünf Jahre Garantie bis zu 100.00 Kilometer schon gar nicht.  


Echt lässig:
Ein VW wie eh und jeh. 

Echt stressig:
Jetzt nichts mehr. 

Echt fett:
Drehregler für Lautstärke und Fahr-Modi.  

Echt schade:
Das Warten auf den „R“. Soll Anfang 2027 kommen.    


Daten VW T-Roc R-Line eTSI 150

Motor: 4-Zylinder Turbobenziner/Mild-Hybrid
Systemleistung: 150 PS
Max. Drehmoment: 250 Nm/1.500 U.
Testverbrauch: 6,4 Liter
Vmax: 212 km/h
0 auf 100 km/h: 8,9 Sek

Preis Testmodell ab EUR 42.990,00
Preis Basismodell ab EUR 29.990,00

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