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Honda Civic: Ehre wem Ehre gebührt

  • 9. März 2026
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Ein halbes Jahrhundert schon weilt der Civic unter uns. Nie um Mut zur Veränderung verlegen, gibt sich die aktuelle Generation wieder ganz klassisch.

Global gesehen ist Honda ein ganz großer unter den Herstellern, hierzulande kann man nicht gerade von einer Marktdurchdringung reden. Trotzdem ist, und das muss kein Widerspruch sein, Honda auch bei uns eine nicht wegzudenkende Marke.

Beim Design waren situationselastische Fans immer im Vorteil, in Sachen Antrieb, Technik und Qualität war aber stets klar was man bekommt. Cooles Zeug. 

Zuletzt fand man beim Civic aber auch zu sowas wie äußerer Ruhe, die Zeichen standen ganz klar auf Eleganz mit einer Prise Dynamik. Erreicht hat der Honda das durch seine geringe Höhe bei gleichzeitig langgestreckter Linienführung inklusive sanft abfallendes Schrägheck. Ja, so leicht kann es manchmal sein. Auch via Facelift hat man sich Effekthascherei á la LED-Leuchtbänder verkniffen. Neu und in schwarz gehaltener Kühlergrill, neuer Stoßfänger, neue Scheinwerferverkleidung, fertig.

Ähnliches Szenario im Innenraum. Schwarzer Grundton am Dachhimmel und den Säulen, Details aus mattem Chrom und neue Innenbeleuchtung reißen einen nicht vom Hocker, entfalten aber trotzdem ihre Wirkung. Die grassierende Touchscreen-Wut hat vom Civic nicht Besitz ergriffen. Gott sei Dank würden wir meinen, nicht nur weil er sich damit wohltuend von der breiten Masse abhebt, sondern weil damit auch die genial logische und einfache Bedienung einher geht.

Für digitale Fans mag ein 10,2“ – Fahrer-Display und ein zentraler 9“ –Touchscreen Substandard sein, unsereins fühlt sich da pudelwohl, weil Drucktasten für die Klimasteuerung und drei große Drehregler in ihrer Handhabung einfach unschlagbar sind. Selbst für die Bedienung des Automatikgetriebes gibt es eigene Tasten in der Mittelkonsole. Ist auch benutzerfreundlich, braucht aber relativ Platz. Becherhalter und ausreichend Ablagen gibt es trotzdem, von dem her passt das schon.

Auch ausreichend Platz gibt es. Das Schrägheck mag hinten Großgewachsenen etwas auf den Scheitel drücken, wir vermerken das als Randnotiz. Weil sonst sitzt es sich auf den straffen Sitzen super bequem, der Kofferraum ist groß und im Rahmen seiner Möglichkeiten auch gut zu beladen. Die Verarbeitung ist über alle Zweifel erhaben, die von uns getestete Ausstattung „Advance“ herzeigbar. Bose-Sound, 18“ Felgen, Leder, Zwei-Zonen-Klima und vieles mehr sind bereits inkludiert.

Vom Facelift gänzlich unberührt zeigt sich die Antriebseinheit. Eine fein orchestrierte Kombi aus Benziner und E-Antrieb im Sinne eines Vollhybriden. Die 184 PS des E-Antriebes entsprechen der Systemleistung, die ideal für den Civic bemessen ist. Nicht zu arg, aber schon sportlich geht der Honda zur Sache, der Sprint von auf 100 km/h ist in 8,1 Sekunden geschafft. Das verbindliche Fahrwerk passt da ideal.

Beeindruckender ist aber das perfekte Teamwork aller Komponenten, selbst die CVT-Automatik hat uns via simulierter Gangwechsel begeistert. Vom technischen Aufwand unter der Motorhaube ist nichts zu spüren, alles geht komplett easy und dank immer wieder rein elektrischer Distanzen auch sparsam. Unter sechs Liter ist kein Problem. Unter 40.000,00 EUR zu bleiben mit Blick auf das Einstiegsmodell auch nicht. Unser „Advance“ –Modell startet bei 43.190,00 EUR. 


Echt lässig:
Dass ausgerechnet der historisch extrovertierte Civic auf Klassiker macht. 

Echt stressig:
Das mühsame deaktivieren des Tempolimitwarners. 

Echt fett:
Nichts. Der Civic ist ein schlankes Schrägheck.  

Echt schade:
Dass es ihn nicht mehr als Type-R gibt.


Daten Honda Civic e:HEV 2.0 i-MMD Hybrid Advance

Motor: 4-Zylinder Benziner/E-Antrieb
Systemleistung: 184 PS
Testverbrauch: 5,9 Liter
Vmax: 180 km/h
0 auf 100 km/h: 8,1 Sek

Preis Testwagen ab EUR 43.980,00
Preis Basismodell ab EUR 37.990,00

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