Der neue Mazda CX-5 wartet mit zum Teil gravierenden Veränderungen auf, ist am Ende aber dann eh irgendwie ganz der Alte.
Der Mazda CX-5 hat eine aufregende Geschichte hinter sich, stets an seiner Seite war der Erfolg. Seit 2021 gibt es das allseits beliebte SUV bereits, weltweit wurden laut Mazda seitdem 4,5 Millionen Exemplare verkauft. Und das, obwohl ihm stets die Aufgabe zufiel, die teils kreativen Zugänge der Marke zum Thema Auto populär zu machen. Kodo-Designsprache oder auch die Skyactiv-Technologie feierten im CX-5 ihren Einstand, beides ist heute bei Mazda nicht mehr wegzudenken.
Dass sich das neue Modell in einem komplett neuen Umfeld bewegt liegt nicht nur an der schnelllebigen Zeit, sondern auch an Mazda selber. Das einstige Flaggschiff wurde in der Funktion mit CX60 und CX80 quasi gleich doppelt abgelöst. Das kann freilich auch befreiend wirken und genau so hat sich für uns der neue CX-5 auch angefühlt. Routiniertes Design, tolle Platzverhältnisse, unaufgeregter Antrieb und mutiges Interieur sind Meriten, die ein feines Gesamtkonzept ergeben.
Zu „Kodo“ und „Jinba Ittai“ gesellt sich im Interieur das Prinzip von „Ma“, einem, wir zitieren „Grundpfeiler japanischen Ästhetik, bei dem Raum, Ausgewogenheit und Harmonie im Vordergrund stehen“. Mazda hat das recht gut umgesetzt, offensichtlich aber mit einem Auge auf moderne Features schielend. Denn der Touchscreen ist in der Top-Ausstattung „Homura“ auf 15,6 Zoll angewachsen, dafür wurden analoge Tasten und der altehrwürdige Dreh-Drückcontroller ausgemustert. Die Trauer währt aber eh nur kurz, das Google-Bediensystem ist ein Selbstläufer.
Zur Harmonie tragen auch die feine Verarbeitung und die hochwertigen Materialien ihren Teil bei. Die schon erwähnte Top-Ausstattung hüllt das Interieur in Leder, fesch in Szene gesetzt von der Ambientebeleuchtung. Generell fehlt es einem an nichts: Klimatisierte Sitze, großes Head-up Display, Matrix-LED, BOSE Sound und eine so unaufgeregte wie verlässlich arbeitende Armada an modernen Assistenzsystemen gestalten den Alltag sorgenfrei. Der Kaufpreis bleibt auch dann moderat, 48.450,00 EUR inklusive Metalliclack machen den CX-5 zum Schnäppchen.
Und das trotz Top-Motorisierung. Da könnte man jetzt einwenden, dass es nur eine gibt, aber auch die muss erstmal „Top“ sein. Sie hört auf den Namen 2,5L e-Skyactiv G 141 PS 6AT AWD. Letzteres ist optional, den CX-5 gibt es auch als Fronttriebler. Wie gewohnt tun sich hubraumstarker Saugbenziner, mild-hybride Zusatzkraft und 6-Gang Automatik zusammen, um entschleunigt zu beschleunigen. Weil der Mazda mit knapp 1,7 Tonnen als Leichtgewicht gilt, sind die Fahrleistungen voll okay, feiern wird man aber eher die hohe Laufruhe und die sanft agierende 6-Gang Automatik.
Lediglich das Fahrwerk mag es nach mehr Kraft verlangen, quasi um zu zeigen was seine agile Abstimmung alles zu leisten vermag. Merkt man eh so auch, stoisch zieht der CX-5 seine Bahn, auch im Sport-Modus kommt keine Hektik auf, den Rest an Souveränität übernimmt der Allradantrieb und das neue Brake-by-Wire System. Als Insasse merkt man von alldem nichts, der CX-5 setzt sein Wachstum konsequent in feine Platzverhältnisse um. Der Kofferraum ist groß bis sehr groß und variabel, womit der Erfolgslauf des Mazda CX-5 wohl final ungehindert anhalten kann und wird.
Echt lässig:
Die harmonische Kombi aus Erwartetem und Unerwartetem.
Echt stressig:
141 PS bei voller Hütte.
Echt fett:
Das Preis-Leistungsverhältnis.
Echt schade:
Die fehlende Antriebsvielfalt.
Daten Mazda CX-5 2.5L e-Skyactive AWD Homura
Motor: 4-Zylinder Benziner/Mild-Hybrid
Systemleistung: 141 PS
Max. Drehmoment: 238 Nm/3.500 U.
Testverbrauch: 7,5 Liter
Vmax: 185 km/h
0 auf 100 km/h: 10,9 Sek
Preis Testmodell ab EUR 47.690,00
Preis Basismodell ab EUR 36.880,00










