Der GLC 400 EQ macht mit 942 LED´s an der Front die Nacht zum Tag. Ein gar nicht mal so dezenter Hinweis darauf, dass Mercedes keine halben Sachen macht.
Zu Beginn vielleicht gleich eine Einordnung: Der GLC 400 EQ 4MATIC hat mit dem weiterhin erhältlichen klassischen GLC nur ganz wenig gemeinsam. Namen und Positionierung am Markt, das war es dann auch schon. Trotzdem war es gescheit von Mercedes auch für die EQ-Variante bei „GLC“ zu bleiben, schließlich ist das SUV seit jeher ein echter Kassenschlager. Man darf halt nicht böse sein wenn sich landläufig wohl „elektrischer GLC“ durchsetzen wird. Ist zumindest uns so passiert.
Korrekt wäre freilich Mercedes-Benz GLC 400 EQ 4Matic, man könnte ihn auch als nächsten logischen Schritt der Stuttgartner in Sachen E-Mobilität bezeichnen. Eigene Plattform, neues Marken-Gesicht und ein technisches Schaulaufen allererster Güte sind die Eckpunkte des neues SUV´s, markiert von ganz klassischen Tugenden des Autobaus. Tolle Platzverhältnisse, großer und variabler Kofferraum, hervorragendes Fahrwerk, feine Ausstattung und so Sachen halt.
Darauf extra hinzuweisen ist uns ein Anliegen, weil natürlich sind da 489 PS, die das über 2,5 Tonnen schwere Modell in flockigen 4,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Und eh klar ziehen einen der fulminante Durchzug, die fehlerfrei agierende automatische Rekuperation und das damit einhergehende Hochgefühl beim Fahren komplett in den Bann. Zumal der Benz via Zweiganggetriebe auch im Bereich akuter Blitzgefahr erfreulich sparsam bleibt, wir kamen im Schnitt auf rund 19 kWh und der WLTP-Reichweite von 654 Kilometern erfreulich nah.
„Im Zuge des „Drive&Create 2.0“-Events fuhren wir als Alternative zu den neuesten EQ-Modellen den wunderbar erhabenen GLC 53 AMG. Falls wir bei 449 PS und 600 Newtonmeter aus einem Reihensechszylinder extra erwähnen müssen wie es war: Eh super.“
Maximal geladen wird der elektrische GLC, Verzeihung, GLC EQ, mit 330 kW, die 800-Volt-Technik lässt grüßen. Eh klar beherrscht der Benz alle Annehmlichkeiten rund ums Laden, eine Empfehlung für die Langstrecke ist die logische Konsequenz. Zumal es im Interieur die volle Bewegungsfreiheit spielt. Eine viertel Nummer größer als seine fossilen Geschwister brilliert der EQ mit üppigen Innenmaßen und einem bis zu 1.740 Liter großen Kofferraum. Selbst der Frunk ist mit 128 Litern weitaus größer, als dass dort nur das Ladekabel Platz finden würde.
Der Wohlfühlfaktor ist demnach enorm, man darf sich nur nicht vom hochwertigen und leicht unterkühlten Ambiente einschüchtern lassen. Es geht halt edel zu im GLC EQ, je nach Präferenzen via eloxiertem Metall, Holz-Optik oder Nappa-Leder. Und es schadet nicht, wenn man tendenziell ein Freund der digitalen Errungenschaften unserer Zeit ist. Via optionalem Hyperscreen werden analoge Tools beinahe komplett draußen gelassen. Trotzdem ist die Bedienung rascher verinnerlicht als man glauben mag, zudem ist die KI-Sprachsteuerung hoch talentiert.
Eine Challenge mag vielleicht der Preis sein, das Top-Modell wechselt erst für 72.450,00 EUR seinen Besitzer, fairerweise sei aber die durchaus herzeigbare Serienausstattung erwähnt. Ansonsten hilft ein Blick in die Preisliste: Als aktuelle „Österreich-Edition“ startet der 421 PS starke GLC EQ 300 4Matic bei 67.410,00 EUR, die 250er-Variante mit Hinterradantrieb und wohl auch nicht faden 354 PS bereits bei 63.810,00 EUR.









