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VW Transporter PanAmericana: Kopfkino

  • 20. Januar 2026
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Originelle Ausstattungsvariante, spezielle Features und komfortorientierte Extras. Wird der VW Transporter damit etwa ein Lifestyle-Van?

Die kurze Antwort: Nein. Aber, und das ist der springende Punkt, er kann einem mitunter tristen Arbeitstag etwas Glanz und Glamour verleihen. Schon der Name „PanAmericana“ beflügelt die Fantasie und nach etwas Nachhilfe in Sachen Geografie auch völlig zurecht: Die PanAmericana verbindet quasi Alaska mit dem Feuerland, die direkteste Verbindung ist 25.750 Kilometer lang und bis auf ein kleines Stück durchgehend befahrbar. Sagt Wikipedia.

Tatsächlich wäre der VW dafür gar keine so schlechte Wahl. Als Kastenwagen mit kurzem Radstand passen 5,8 Kubikmeter ins Heck, da bliebe noch reichlich Platz für ein Souvenir aus jedem durchfahrenen Land. Man wird ja noch träumen dürfen. Im echten Leben freilich ist der VW Transporter ein so braves wie beliebtes Arbeitstier in jedem vorstellbaren Bereich. Und in jedem davon besteht überhaupt kein Grund auf cooles Design, Komfort und technische Leckerbissen zu verzichten.

Genau darin besteht die Aufgabe der „PanAmericana“-Ausstattung, und sie scheut sich nicht, dass nach außen zu zeigen. Die schwarze Beplankung, im Werbesprech „Allterrain-Applikationen“ genannt sieht cool und robust aus, die optionalen „Light Grey Metallic“- Lackierung ist schon aus kontrasttechnischen Gründen eine unbedingte Kaufempfehlung. Detto die neuen und originell designten 19-Zoll Felgen „Indianapolis“, da sollte man sich die Kreuzerl auf der Extraliste nicht verkneifen.

Und wenn man schon dabei ist, IQ Matrix LED, Standheizung oder auch das feine „Harman Kardon“-Soundsystem nicht vergessen. Bekanntlich sind in Feuerland die Tage kurz und die Nächte lang. Klar ist damit auch, dass der VW Transporter als „PanAmericana“ zwar gut, aber nicht ausufernd gut ausgestattet ist. Diverse Pakete für Komfort, Laderaum oder Assistenzsysteme, Navigationssystem, Zwei-Zonen-Klima und einiges mehr später wird aus dem Ab-Preis von 62.426,00 EUR ein Kaufpreis von stolzen 81.042,80 EUR.

Leichter verdaulich werden die Zahlen bei Berücksichtigung des Top-Triebwerkes samt Allradantrieb und 8-Gang-Automatik. 170 Dieselpferde und ein maximales Drehmoment von 390 Newtonmeter liefern eine souveräne Performance. Sprint- und Durchzugswerte sind eines Transporters aller Ehren wert, den grummeligen, oder wie wir lieber sagen – sympathisch grantigen – Sound des Selbstzünders, empfanden wir stimmig. Hat ja auch genug Resonanzkörper. 

Die Antriebseinheit ermöglicht komfortables Reisen, auch Überholmanöver gehören zum Repertoire, dank Allrad ergeben auch die „Allterain-Applikationen“ Sinn. Eh klar spielt da auch die hohe Sitzposition eine Rolle, wir hatten die SUV´s gar nicht so klein in Erinnerung. Im Transporter kommt aber auch noch die perfekte Ergonomie und der hohe Sitzkomfort dazu. „Palladium Super Dark Black“ heißt der originelle Stoffbezug, dazu gesellt sich ein beheizbares Kunstlederlenkrad, ein großer und rasch durchschauter Touchscreen und digitalen Anzeigen. Daran eine Freude können drei Erwachsene haben, vielleicht nur nicht die gesamten 25.750 Kilometer.  


Echt lässig:
Die Abenteuer im Kopf. 

Echt stressig:
Eventuell das Arbeitszeugs im Heck.

Echt fett:
Das Langstreckenpotential.  

Echt schade:
Dass es ohne Extras fast nicht geht. 


Daten VW Transporter PanAmericane TDI 4M 

Motor: 4-Zylinder Turbodiesel
Leistung: 170 PS
Max. Drehmoment: 390 Nm
Testverbrauch: 8,9 Liter/100 Km
Vmax: 175 km/h
0 auf 100 km/h: 14,0 Sek
Preis Testmodell ab 62.426,00 EUR

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