Es mag aufregendere kompakte Sportler als den Golf GTI geben. Seiner Strahlkraft tut dies keinen Abbruch, unser Test des GTI Performance sucht die Gründe.


Sicher auch verantwortlich für den Erfolg des GTI ist, dass ihm, no na, ein Golf inne wohnt.
Da schwingt alles mit, was so viele an ihrem Golf lieben. Und Berufsnörgler hassen. Auch als GTI Performance ist sein Design mäßig mitreißend, dafür zeitlos. Sportler hin oder her, die Platzverhältnisse liegen über dem Klassenschnitt, die Verarbeitung sowieso. Genau so wie die Bedienung, wobei das große “Discover Pro”-Navi mit fehlenden Tasten und einer umständlichen Menüführung nervt.
Insgesamt bewegt sich die Ausstattung auf erfreulich hohem Niveau. Freilich gönnt der Performance sich und seinen Insassen ein paar sportliche Spitzen. Fest zupackende und in feschem Karomuster gehaltene Sportsitze zum Beispiel, ein griffgeiles und unten abgeflachtes Sportlederlenkrad oder ein Sportfahrwerk. Dem GTI selber hat er giftigere Bremsen, ein Sperrdifferential und ein Plus von 15 PS voraus.
Womit wir endlich beim Kern angelangt sind – dem Fahren. 245 PS und bereits bei 1.600 Umdrehungen abrufbare 370 Newtonmeter Drehmoment sind die reinen Leistungsdaten, 7-Gang-DSG und eine optionale adaptive Fahrwerksregelung stehen zur Verarbeitung bereit. Wer sich jetzt einen laut losbrüllenden Dragster erwartet, wird vielleicht etwas enttäuscht sein. Klar, 6,2 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h sind klasse, sind grandios. Aber nicht so, dass du automatisch rote Ampeln und davor stehende BMW´s zur Domestizierung suchst.


Was er kann:
Seinem Namen alle Ehre machen.
Was er nicht kann:
Gestensteuerung. Vielleicht liegt es aber auch an uns.
Ändern würden wir:
EUR 229,00 für eine Garantierverlängerung auf 5 Jahre? Echt jetzt?
Extralob gibt es:
Für die Familie Golf GTI.
Daten VW Golf GTI Performance DSG
Motor: 4-Zylinder Turbobenziner
Leistung: 245 PS
Max. Drehmoment: 370 Nm bei 1600 U/min
Testverbrauch: 7,8 Liter
Vmax: 248 km/h
0 auf 100 km/h: 6,2 Sek
Preis ab EUR 40.790,00










