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Renault Symbioz: Frauen und Kinder zuerst
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Renault Symbioz: Frauen und Kinder zuerst 

  • 13. März 2025
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Neue SUV´s mit modernen Antrieben sind zu groß, zu komplex und viel zu teuer. Wenn dem so ist, dann ist der Renault Symbioz die regelbestätigende Ausnahme.

Schnäppchenjäger hatten es bei ihrer Jagd nach familientauglichen Modellen auch schon leichter. Der Platz, den früher die Koreaner und noch früher die Japaner einnahmen, ist leer. Die Chinesen als die erwarteten Nachfolger haben andere Pläne. Dazu kommen immer aufwendigere Motoren mit diversen Hybrid-Anteilen bis hin zu den derzeit noch teuren E-Modellen. Dagegen helfen kann Leasing, ein Blick auf den Gebrauchtwagenmarkt oder der Gang zu Renault. 

Das mag verwirren, da man mit Dacia eh seine eigene Billigschiene im Programm hat. Dort will der Symbioz eh nicht hin. Er ist Teil des aktuellen Modellfeuerwerkes der Franzosen, wo ein Volltreffer nach dem anderen die ganze Bandbreite bis hin zu Premiumware abdeckt. Dabei übernimmt er die Rolle des Lückenfüllers zwischen Captur und Austral. Klingt nicht sehr charmant, zeigt aber nur, dass Renault wirklich für jeden Geschmack etwas anzubieten hat. 

Die hohe Kunst beim Design ist, dass es trotz einem bunten Mix aus Ecken und Kanten wie aus einem Guss und nicht zerklüftet wirkt. Eigenständigkeit findet man am markanten Heck, die coolen 19“ Zöller und die getönten Scheiben der „Iconic“ Top-Ausstattung finalisieren den bei Renault eminenten Hang zur Extrovertiertheit. Ein schöneres Kompliment kann man einem Kompakt-SUV gar nicht machen.

Das Interieur liefert ähnliches im Ansatz, Stichwort „schwebende Mittelkonsole“, und vereint quasi nebenbei noch die analoge mit der digitalen Welt. Eh klar ist der 10,5“ große Hochkant-Touchscreen samt Google-Technik der Nabel der Bedienwelt, sind die eigenen Tasten für die Klimasteuerung und die Deaktivierung des Tempowarners via Knopfdruck eine Wohltat. Heimlicher Star ist aber seit gefühlt Jahrhunderten der analoge Radio-Bediensatellit. Old-school, aber old-cool.

Es ist nicht zu übersehen, dass dem Symbioz das Wohlsein seiner Insassen ein Anliegen ist. Das zeigt sich auch an den feinen Platzverhältnissen, den 492 bis 1.455 Liter fassenden Kofferraum und der verschiebbaren Rückbank. Auf den Sitzen mit Stoff–Lederoptikpolsterung sitzt man so gut wie sie aussehen und weil das Fahrwerk sich tendenziell dem Komfort verschrieben hat, wird einem der nicht übermäßige Seitenhalt nicht fehlen. Sportliche Ambitionen hat der Symbioz keine. Wozu auch.  

Entsprechend stimmig wirkt dann auch der einzig angebotene Antrieb, ein 143 PS starker Vollhybrid. Die Kombination aus Saugbenziner und E-Motor verschlägt einem jetzt nicht den Atem, hat den Symbioz aber gut im Griff. Die Fahrleistungen sind fein, der Verbrauch besonders im City-Betrieb mit viel elektrischem Fahren genial, der Sound zurückhaltend. Lediglich auf der Autobahn geht etwas an Souveränität verloren, auch könnte die „Multi-Mode“ etwas unauffälliger agieren.

Nicht unauffälliger könnte der Preis sein. Wir fassen nochmal zusammen: Modernes uns schickes Kompakt-SUV mit modernem Vollhybrid-Antrieb, die Top-Ausstattung „Iconic“ inkludiert 360° Kamera, 19“ Felgen, elektrische Stoff-Ledersitze, Klima, LED-Scheinwerfer, induktives Handyladen, Sitzheizung und vieles mehr. Dafür lediglich 36.990,00 EUR zu verlangen, finden wir von Renault äußerst großherzig.  

Echt lässig:
Viel Design und viel Auto um wenig Geld. 

Echt stressig:
Die Sekunde zwischen Kick-down und Beschleunigung. 

Echt fett:
Die SUV-Phalanx bei Renault samt Technologieoffenheit.   

Echt schade:
Wir hätten gern mehr Motoren zur Auswahl. Eh nur aus Prinzip.


Daten Renault Symbioz Iconic E-Tech Full hybrid

Motor: 4-Zylinder Benziner/E-Motor
Systemleistung: 143 PS
Max. Drehmoment: 250 Nm
Testverbrauch: 5,4 Liter
Vmax: 170 km/h
0 auf 100 km/h: 10,6 Sek
Preis ab EUR 36.990,00

  

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