Zwischen Kreisverkehr und roter Ampel lässt es sich bestens von automobilen Abenteuern träumen. Das richtige Modell dazu hat Subaru.
Manch einer sieht sein Auto als reinen Gebrauchsgegenstand. Für andere wiederum ist es ein Mitglied des inneren Kreises, noch weit vor diversen Cousinen oder Neffen. Man verbringt ja doch viel Zeit miteinander, gemeinsame Erlebnisse stärken das Band. Freiheit und Abenteuer, wie von der Werbung gern so oft plakatiert, sind aber in ein enges Korsett gezwängt. Die Bezwingung der Großglockner Hochalpenstraße oder die Urlaubsfahrt nach Grado gelten im Alltag schon als Grenzerfahrungen.
Man kann sich die Abenteuer freilich auch in das Auto holen. Alles was man dazu braucht ist ein per se schon freiheitsorientiertes Modell wie den Subaru Crosstrek inklusive dem neuen Optik-Paket „4WILD“. Anderswo würden Dekorfolien auf der Motohaube, beidseitig seitlich und an den C-Säulen sowie am Heck vielleicht unangebracht wirken. „4WILD“ Logos, Laderaummatte, Türschutzverkleidungen, eine Stoßfängerschutzleiste und Schmutzfängersätze wären mitunter sogar peinlich.
Beim Crosstrek wirkt das zu 100% authentisch. Die 18“ Off-Road Felgen und die absolut genial stimmige „Sand Dune Pearl“-Lackierung lassen uns final googlen, wo denn die nächste zu durchquerende Wüste wäre. Denn selbstverständlich verfügt der Crosstrek über permanenten Allradantrieb, verschiedene Offroad-Fahrmodi, mehr Bodenfreiheit und einen Bergabfahrassistenten. Look und Kompetenz ergeben im Subaru kein Widerspruch, eher ein harmonisches Ganzes.
Im Ansatz findet sich der rustikale Ton auch noch im Interieur. Kippschalter für die Sitzheizung, ein Trumm von Automatikwählhebel oder riesige Tasten zur Wahl der Temperatur ließen sich auch mit Holzfällerhandschuhen bedienen. Was bei Gott nichts Negatives ist, eben einfach nur anders. Sorge ob eines digitalen Ödlandes muss man sich aber eh keine machen, ein vertikal angeordneter 11,6“ Touchscreen bildet die zentrale Bedieneinheit. Große Icons und eine in der Sekunde durchschaute Menüstruktur zeichnen in aus.
Ganz klassisch Subaru ist auch der Antrieb, seines Zeichens ein 136 PS starker Vierzylinder-Boxer. Den fehlenden Turbo soll ein 16,7 PS leistender mild-hybrider E-Motor übernehmen. Das gelingt ihm beim Anfahren richtig gut, darüber hinaus wird die Luft aber dünner. Das maximale Drehmoment von 182 Newtonmeter spielt es erst bei 4.000 Umdrehungen, das stufenlose Lineartronic-Getriebe ist auch kein Brandbeschleuniger. Und weil das ganze System sich unter Volllast auch akustisch präsent zeigt, geht man es im Subaru ganz von selber ganz entspannt an. Passt so.
Lenkung und Fahrwerk gehen eh auch in die Richtung, ein Grinser kommt einem in Kurven aber schon aus. Ebenfalls top: Verarbeitung, Sitze und das Platzangebot. Der Kofferraum ist vielleicht nicht der Größte, aber variabel und gut zu beladen. Unser Test-Crosstrek fuhr in der Top-Ausstattung „Premium“ vor, Voll-LED Lichter, Keyless, Soundsystem, Ledersitze und die unter „Eye Sight“ zusammengefassten Assistenzsysteme sind an Bord. Dafür 45.290,00 EUR haben zu wollen ist voll okay, der Aktionspreis von 990,00 EUR für das „4WILD“-Paket weit mehr als das.
Echt lässig:
Das 4WILD-Paket.
Echt stressig:
Der Mangel an Abenteuerspielplätzen für Autos.
Echt fett:
8 Jahre Garantie ohne Kilometerbegrenzung.
Echt schade:
Der doch relativ hohe Verbrauch.
Daten Subaru Crosstrek 2.0i e-Boxer Premium 4WILD
Motor: 4-Zylinder Benziner/E-Motor (Mildhybrid)
Leistung: 136 PS
Systemdrehmoment: 182 Nm/4.200 U.
Testverbrauch: 8,2 Liter
Vmax: 198 km/h
0 auf 100 km/h: 10,8 Sek
Preis Testwagen ab EUR 45.290,00
Preis Basismodell ab EUR 34.990,00







