So wie es nur einen einzigen wahren österreichischen Pop-Star gibt, gibt es auch nur einen einzigen wahren Kompakten. Steilvorlage für ein Sondermodell.
Gleich mal vorweg die Info, dass wir uns nicht auf die Suche nach Parallelen zwischen dem Golf und Falco begeben haben. Sie würden letztlich alle ja doch nur mehr oder weniger bemüht wirken. Leichter ist da schon der Verweis auf eine gewisse Tradition bei VW, bekannte Musiker oder Bands als Anlass für ein Sondermodell zu nutzen. Bon Jovi. Genesis. Pink Floyd.
Mit Falco kommt in dem Kontext jetzt quasi erstmals ein Local Hero zu seinem eigenen Golf. Das soll nicht despektierlich klingen, schon klar, „Rock me Amadeus“ schaffte es auf Platz Eins der US-Charts, trotzdem war Falco ein österreichisches Phänomen. VW sieht das ähnlich, die „Falco Edition“ wurde exklusiv für Österreich lanciert. Da kennt den Namensgeber aber wirklich jeder, bei der jüngeren Generation braucht es vielleicht etwas Nachhilfe.
Derart ist dem Golf fremd. Wer bei uns „Auto“ sagt, denkt dabei ziemlich sicher an einen Golf, auch ist uns kein anderes Modell bekannt, nach dem gleich eine ganze Klasse benannt wurde. Die Gründe für den jahrzehntelangen Erfolg finden sich auch harmonisch vereint in der aktuellen Generation. Stolperer wie die unbeleuchteten Touchslider wurden konsequent ausgemerzt, es regiert wieder die generell für VW so typische Gelassenheit bei der Bedienung, angereichert mit der neuesten Software für das Infotainmentsystem und einer feinen Verarbeitung.
Die Besonderheiten der „Falco“-Edition drängen dabei relativ unverblümt, aber nicht auf Druck in die erste Reihe. Textstellen von „Rock me Amadeus“ auf der B-Säule und Falco-Unterschrift samt Namensschriftzug prägen die C-Säule. Mindestens genauso auffällig und im Alltag eminenter sind die im Sondermodell serienmäßigen 18-Zoll Räder, die IQ Matrix-LED Scheinwerfer, das „Harman Kardon“ Soundsystem, Sitzheizung, Keyless und das um 50% reduzierte „Unlimited“-Paket.
Ja, auch die größte Fanliebe verlangt es nach Handfesten Goodies. Und nach einer stimmigen Fahrperformance. VW bietet die „Falco“-Edition mit mehreren Antrieben an, die Spitze markiert dabei ein auf 40 Exemplare limitierter GTI. Wohl zu kostbar für den Fuhrpark, weshalb VW uns sein Pendant, den mildhybriden und 115 PS starken TSI zur Verfügung stellte. Anno 2026 lösen derart Zahlen keine spontane Freude aus, angesichts von 220 Newtonmeter bei 1.500 Umdrehungen und einem feinen 7-Gang DSG freilich völlig zu Unrecht.
Man bleibt beim Sprint von 0 auf 100 km/ knapp unter 10 Sekunden, die Top-Speed liegt knapp über 200 km/h. Alles dazwischen ist von einer feinen Leichtigkeit geprägt, es zieht einem nicht die Schuhe aus, trotzdem ist man gefühlt und in echt bei den Schnelleren dabei. Dazu das wunderbar ausgewogene Fahrwerk und ein Verbrauch knapp diesseits der sechs Liter auf 100 Kilometer und man hat final alles was einen VW Golf auszeichnet.
Dass die „Falco“-Edition dabei mehr als ein schnödes Sondermodell ist, beweisen die Beilagen. Falco-Präsentbox inklusive Kopfhörern, Schlüsselanhänger und Putztuch und eine Sonderedition des „Falco 3“ Albums. Die Preise starten bei 37.090,00 EUR.
Echt lässig:
Ganz generell Sondermodelle.
Echt stressig:
In einem Golf?
Echt fett:
Für Falco-Fans die Beilagen. Für alle anderen die Mehrausstattung.
Echt schade:
Das es weder eine Fendrich- noch eine STS-Edition gibt.
Daten VW Golf Falco Edition mHEV DSG
Motor: 4-Zylinder Turbobenziner/Mild-Hybrid
Leistung: 115 PS
Max. Drehmoment: 220 Nm/1.500 U.
Testverbrauch: ca. 5,8 Liter
Vmax: 203 km/h
0 auf 100 km/h: 9,9 Sek
Preis Testmodell ab EUR 37.090,00







