Es wurde wieder Zeit für einen neuen Suzuki Vitara. Das neue Modell bleibt sich und seiner Tradition zwar treu, dank E-Antrieb ist aber trotzdem alles anders.
Kurz einmal innehalten und nachdenken: Kennen sie ein SUV mit einer fast 40-jährigen Tradition? Nein? Können sie auch gar nicht, denn solange gibt es SUV´s noch gar nicht. Aber Modelle, welche der heute allgegenwärtigen Karosserieform den Weg vorbereiteten. „Geländewagen“ hießen die früher, einige ganz wenige gibt es davon noch, aber eigentlich hat, wenn man so will, die Revolution ihre eigenen Kinder gefressen.
Mittendrin statt nur dabei war stets der Suzuki Vitara. Die Metamorphose zum SUV vollzog er etwas später als der Rest und das auch nicht zu 100%. Für eine ganz ähnliche Herangehensweise hat man sich beim ersten Elektroauto der Marke entschieden. Der Stromer hat mit seinen fossilen Geschwistern technisch gesehen nichts gemeinsam, auch optisch ist er eine andere und vor allem eigenständige Nummer. Was ihn nicht daran hindert auf seine Art ein klassischer Vitara zu sein.
Oder wie es CEO Managing Director bei Suzuki Austria Roland Pfeiffenberger formulierte: „Der e Vitara transferiert unsere Kennwerte – Sicherheit, Qualität, Beständigkeit und Allrad-Performance – in das BEV-Zeitalter“. Treffender hätten wir das auch nicht formulieren können, cooles Preis-Leistungsverhältnis hätten wir vielleicht noch dazu genommen. Immerhin startet der e Vitara als klassisches Kompakt-SUV schon bei 33.590,00 EUR, das Top-Modell mit großem Akku und Allrad legt bei 42.990,00 EUR los.
Die Ausstattung ist dann richtig großzügig, 19“ Felgen, Infiniti-Soundsystem, elektrischer Fahrersitz, Kunstleder, Keyless und einiges mehr sind an Bord. Man könnte Matrix-LED oder Head-up Display vermissen, hier muss der Suzuki passen. Man freut sich eher über handfesteres wie die verschiebbare Rückbank oder die Kippschalter für die Klimasteuerung. Eben klassisch Vitara hat der Suzuki nur dort das modernste Zeug, wo es nicht anders geht oder es Sinn macht. Digitale Anzeigen, 10,1“ großer Touchscreen, induktives Handyladen.
Das trägt reichlich zum Wohlgefühl bei. Die feinen Platzverhältnisse erwähnten wir schon, die robust wirkenden Materialien werden vom zweifärbigen Look und dem etwas bemüht wirkenden Klavierlack der Mittelkonsole optisch ganz gut unterstützt, fein verarbeitet ist das alles sowieso. Auch super: Viele Ablagen, Flaschenhalter, Haltegriffe und Mantelhaken. Oder anders gesagt: Das kantige und bullige Design des Exterieurs wird vom Interieur nicht übernommen.
Passen tut es trotzdem, immerhin glänz der Vitara auch als „ALLGRIP“-Stromer mit hoher Allradkompetenz. Die gipfelt im „Trail“-Modus, der im Sinne eines elektrischen Sperrdifferentiales die Kraft dorthin sendet, wo sie auch Grip findet. Relevanter im Alltag sind Features wie das komfortable Fahrwerk, das ausgewogene Fahrgefühl und der Schub von 183 PS und 307 Newtonmeter. Damit sprintet der e Vitara in 7,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h, dem gegenüber steht eine WLTP-Reichweite von 394 Kilometern. Der Verbrauch ist mit rund 18 kWh ganz okay, die Ladeleistung mit maximal 85 kW nicht ganz so. Schnelllader sind im Gelände aber eh noch selten.
Echt lässig:
Sommerbonus von bis zu 3.600,00 EUR bis 30.9.2026
Echt stressig:
Die offene Frage nach einem Herbstbonus.
Echt fett:
Sein markanter Look.
Echt schade:
Die doch recht beschauliche maximale Ladeleistung.
Daten Suzuki e Vitara ALLGRIP e
Motor: 61,0 kWh Akku (Netto)
Spitzenleistung: 183 PS
Dauerleistung: 95 PS
Max. Drehmoment: 307 Nm
Reichweite: ca. 310 km
Vmax: 150 km/h
0 auf 100 km/h: 7,4 Sek
Preis Basismodell ab 33.590,00 EUR
Preis Testmodell ab 42.990,00 EUR








