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Toyota Yaris Testdrive fahrfreude
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Toyota Yaris: Einer wie Keiner

  • 28. Februar 2021
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Dass der Yaris mit seiner Hybridtechnik ein außergewöhnlicher Kleinwagen ist, ist nichts Neues. Das sportliche Design des neuen Modelles dagegen schon. Der Zug zu mehr Dynamik im eigenen Haus ist bei Toyota nicht ganz neu.

Sportwagen wie der GT86 und der Supra bringen schon seit einiger Zeit mehr als nur frischen Wind in die Schauräume. Und die mediale Omnipräsenz von Gazoo Racing ist ja auch nicht mehr zu übersehen. Abseits dieser Aushängeschilder zeigt sich aber ausgerechnet am vormals netten Kleinwagen aus der Nachbarschaft, wie ernst es den Japanern mit ihrem Imagewandel ist.

Eh klar bleibt auch der neue Yaris ein netter Kleinwagen, aber eben mit einem ordentlichen Schuss Sportlichkeit. Dabei tut es wenig zur Sache, von welcher Seite man sich ihm nähert, irgendwas ist immer. Fast schon arg wird es von schräg hinten, wo breit ausgestellte Radhäuser, 3D-Rückleuchten und eine Schürze im Diffusor-Look mehr Charakter verleihen, als man einem Toyota Yaris jemals zugetraut hätte. Der Clou an der Sache ist, dass er an keiner Stelle ins grimmige oder gar aggressive abdriftet. Sportlich eben.

Nächste, wenn auch nicht mehr ganz so große, Überraschung ist, wie ideal der optimierte Hybridantrieb zum neuen Look passt. Sie erinnern sich – Hybrid bedeutete im Yaris stets akzeptable Leistung, nervige CVT-Automatik. Und vergessen das auch gleich wieder. Denn was die Kombination aus 3-Zylinder-Benziner, E-Motor und stufenloser Automatik aus dem Hut zaubert, ist echt gewaltig. Und das auf mehreren Ebenen, denn wie bisher zeichnet sich der aufwendige Antrieb durch ein hohes Sparpotential aus. Eine Vier vor dem Komma ist im Yaris gelebter Alltag.

Fast mehr bewegt haben uns aber Fahrkomfort und Fahrleistungen. Der Yaris zeigte sich antrittswillig und spurtstark, passenderweise dezent brummig im Sound, aber ohne jedweden Gummiband-Effekt. Der Komfort der fehlenden Schaltrucke kam dadurch so richtig zur Geltung, den Rest erledigte die Systemleistung von 116 PS. Dass der Verbrauch trotzdem wie erwähnt so niedrig blieb, ist dem kräftigen und bei jeder Gelegenheit einspringenden E-Motor zu verdanken. Rein elektrisch gehen sich theoretisch bis zu zwei Kilometer aus.

Bei so viel Fahrspaß könnte einem das Interieur schon fast egal sein. Ist es natürlich nicht. Auch hier hat der Yaris einen großen Sprung gemacht, hin zu mehr Wertigkeit und mehr Technik. Die digitalen Instrumente sind origineller Weise in zwei Einfassungen abgebildet, was der Übersichtlichkeit weniger schadet als man meinen sollte. Zentrales Bedientool ist der prominent angebrachte Touchscreen, analoge Drehregler und Tasten für die wichtigsten Einstellungen erleichtern die Bedienung ungemein. Bei den Platzverhältnissen gibt sich der Yaris ganz klassisch Kleinwagen – vorne mehr als genug, hinten ausreichend, gut nutzbarer Kofferraum.

Wir fuhren die Ausstattungsvariante „Design“, ihres Zeichens quasi die Zweite von fünf Möglichkeiten. Keyless, Alus, LED-Scheinwerfer und die gängigsten Assistenzsysteme sind dabei schon an Bord, mehr Technik und Luxus warten in den höheren Varianten. In Sachen Preis/Leistung scheint der Yaris 1.5 Hybrid Design mit EUR 20.990,00 aber ziemlich nah dran zu sein an der sportlichen, Verzeihung, goldenen Mitte.

 


 

Echt lässig:
Es lebe der Sport. Es lebe die Umwelt.

 

Echt stressig:
Als vergleichbarer Benziner ist er rund EUR 3.000,00 günstiger.

 

Echt fett:
Sein Hintern. Aber eh in schön.

 

Echt jetzt:
Als GR leistet der Yaris 260 PS.

 


Daten Toyota Yaris 1.5 Hybrid Design 

Motor: 3-Zylinder Benziner/E-Motor
Systemleistung: 117 PS
Max. Drehmoment: 120 bzw. 141 Nm
Testverbrauch: 4,5 Liter
Vmax: 175 km/h
0 auf 100 km/h: 9,7 Sek
Preis ab EUR 20.990,0

 

 

 

 

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