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Mehr als man denkt

  • 31. Juli 2018
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Als in der Redaktion ein Fahrer für einen allradgetriebenen Benziner mit Hybridunterstützung gesucht wurde meldete ich mich sofort freiwillig.

Kurze Zeit später hatte ich den Schlüssel für einen Suzuki Swift 1.2 Dualjet Hybrid Allgrip flash in der Hand. Ich war einigermaßen überrascht, in Erwartung eines großen und kraftstrotzenden SUV΄s sogar etwas enttäuscht. Lag hier etwa ein Missverständnis vor? Ein Aprilscherz Ende Juli? Ein Blick auf das Datenblatt machte klar, das stimmt alles so. Meine Neugier war geweckt.Grundsätzlich ist der Suzuki Swift ja eine Institution. Weltweit gibt es kaum Menschen, die einen Swift nicht schon einmal von innen oder zumindest von außen gesehen haben. Dabei ist Allrad bei den Japanern weniger Ausnahme als Regel, auch hier also keine große Aufregung. Hybrid allerdings ist dann schon eine andere Nummer, vor allem, und das ist der Punkt, all das verpackt in einem ziemlich erwachsenen Kleinwagen. zuki SwiftBeim Design gibt sich der Swift ganz klassisch, man kann sagen, er bleibt sich und seinen Ahnen treu. Ein paar kleine dynamische Kniffe wie die in den Fensterrahmen der Hecktüren integrierten Türgriffe oder die ab der B-Säule abgedunkelten Scheiben erlaubt er sich zwar. Aber im Prinzip hat sich seine Formsprache dem Motto „Quadratisch. Praktisch. Gut.“ verschrieben. Daran ist so überhaupt gar nichts auszusetzen, zumal der Kühlergrill und das LED-Tagfahrlicht moderne und zeitgemäße Akzente setzen. 
In das selbe Horn bläst das Interieur. Moderne da wo es sein muss, Stichwort 7″ Touchscreen oder 4,2″ LCD-Bordcomputer-Display, Klassik wo in Wirklichkeit noch nichts besseres erfunden wurde, da nehmen wir die analoge und kinderleichte Bedienung des Klimahaushaltes als Beispiel. Die Platzverhältnisse sind hervorragend, der Kofferraum ist angesichts Allrad und Hybrid mit 265 Litern geradezu generös.

Das lässt aber auch den Schluss zu, dass es sich um keinen Vollhybriden handelt. Tatsächlich operiert Suzuki mit einem Smart-Hybrid-System. Ein Ingenieur würde sagen, ein integrierter Startgenerator speist beim Anfahren und Beschleunigen den 90PS starken Benziner aus einer 12-Volt-Lithium Batterie. Ich sage, der Swift Hybrid nutzt die E-Power um seinem etwas brustschwachen – 120 Newtonmeter bei 4.400 Umdrehungen sind ja eher nicht die Welt – weil turbolosen Benziner zu mehr Spritzigkeit zu verhelfen. Das funktioniert zum Einen total gut, und zum Anderen total unauffällig. Ich hab mir am Bordcomputer das Kraftfluss-Diagramm eingestellt, um auch wirklich auf Nummer sicher zu gehen. Im Alltag gibt sich der Antrieb solide, innerstädtisch souverän, Überland und auf der Autobahn mitunter etwas überfordert. Sagen wir so, wegen ihm hätte der Verkehrsminister keine 140km/h-Teststrecken einrichten müssen. Tut auch dem Verbrauch nicht gut, der bei uns im Schnitt bei sehr zufriedenstellenden 5,4 Litern lag. Bleibt am Ende die Erkenntnis, dass der Suzuki Swift Hybrid Allgrip auch abseits seiner Einzigartigkeit eine sichere Kaufempfehlung darstellt. An Euros wären 19.990,00 bereit zu halten, heißt dann aber auch Top-Ausstattung „flash“, welche neben adaptiven Tempomaten, Smartphone-Anbindung oder Keyless auch Assistenzsysteme auf neuestem Stand inkludiert. Somit war ich am Schluss doch wieder enttäuscht….über das Ende des Tests.


Was er kann:
Einzigartig sein.

Was er nicht kann:
Das Navi während der Fahrt bedienen.

Ändern würden wir:
Wer sich für den Swift Hybrid Allgrip entscheidet wird nichts ändern wollen.

Extralob gibt es:
Das der Spurhalteassistent auch bei Neustart deaktiviert bleibt.


Daten Suzuki Swift 1.2 Dualjet Hybrid Allgrip flash
Motor: 4-Zylinder Benzinmotor
Leistung: 90 PS
Max. Drehmoment: 120 Nm bei 4.400 U.
Testverbrauch: 5,4 Liter
Vmax: 170 km/h
0 auf 100 km/h: 12,6 Sek
Preis ab EUR 19.990,00

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