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Zeit und Raum

  • 25. Juni 2019
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Mit Beidem hat der Honda Jazz 1.5 i-VTEC einen ganz speziellen Umgang, jeweils nicht zum Nachteil seines Besitzers. Das letzte Face-lift stammt zwar bereits aus dem Vorjahr, uns Stand aber der Sinn nach der spannendsten, weil neuesten Kombination.

Das wollten die Meisten anderen Motorredaktionen wohl auch, weshalb wir etwas später in den Genuss des Maximal-Jazz kommen. Recht viel anders war das allerdings auch nicht zu erwarten, immerhin reden wir vom 130 PS starken Top-Benziner 1.5 i-VTEC gepaart mit der neuen „Dynamic“-Modellvariante.

Derart ausgerüstet wandelt der Jazz auf dem schmalen Grad zwischen fein motorisiertem Kleinwagen und waschechtem Pocket Rocket. Auf welche Seite das Ganze dann kippt entscheidet wie immer der persönliche Fahrstil, so oder so wird man relativ rasch, nachdem man A verlassen hat, bei B ankommen. Obwohl sich 8,7 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h eh recht beachtlich lesen, spiegelt das Zahlenmaterial das Gefühlte nur bedingt wieder. Das ist neben dem eher spärlichen Einsatz von Dämmmaterial vorwiegend der Motorcharakteristik und dem Dynamikpotential anzurechnen.

Die 130 PS wollen nämlich ohne Turbounterstützung bespielt werden, erst bei 4.600 Umdrehungen liefert der Benziner sein maximales Drehmoment. Da heißt es mutig am Gas bleiben, etwaige Scheu vor Drehzahlen ablegen und sich eifrig durch das knackige 6-Gang-Getriebe zu wuseln. Die Freude daran zu entdecken kann ein bis zwei Ausfahrten dauern, dann aber ist sie gekommen um zu bleiben. Das spezielle Dynamic Body Kit mit ein paar netten Anbauteilen und schicke Alus in Hochglanzschwarz finalisieren die erfrischende Kurzweiligkeit des Dynamic-Jazz.

Weniger emotional, deswegen aber um keinen Deut langweiliger, ist mit dem beeindruckenden Innenraum die zweite große Stärke des Honda Jazz. Nicht wegen der eh netten „Dynamic“-Features wie orange Nähte oder Lederlenkrad. Es ist mehr der viel beschworene Werbesprech von „innen größer als außen“, der hier sein wahres zuhause gefunden hat. Weist die reine Literleistung des Kofferraumes den Jazz eh schon eher der Kompaktklasse zu, sprengt er mit seiner unter „Magic Seats“ zusammengefassten Variabilität selbst diese.

Honda Jazz 2019

Besonderer Clou – die hinteren Sitzflächen lassen sich hochklappen und geben einen riesigen Stauraum für alles möglich frei. Flat-TV oder Yucca Palme, um zwei Beispiele zu nennen. Was für Utensilien jeder Fasson recht ist, muss auch für die Passagiere gelten. Das Ladetalent des Jazz inkludiert quasi auch den Faktor „Mensch“, selbst vier ausgewachsene Exemplare können artgerecht über einen längeren Zeitraum transportiert werden.

Bei all den analogen Qualitäten des Honda Jazz darf der Blick auf das digitale Equipment nicht fehlen. Diverse Assistenzsysteme ohne große High-lights sind vorhanden, ein ausreichend großer Touchscreen ebenfalls. In manchen Bereichen hapert es etwas mit der Feinjustierung, das Kollisionswarnsystem etwa schien uns etwas übermotiviert. Dafür hält sich der Honda Jazz 1.5 i-VTEC Dynamic beim Griff auf das Konto zurück, bei EUR 21.790,00 startet das neue Top-Modell.


Was er kann:

Auf wenig Platz ein großes Bündel Talente schnüren.

 

Was er nicht kann:

Irgendetwas langweiliges.

 

Ändern würden wir:

Den Touchscreen sensibler programmieren.

Extralob gibt es:

Seine Variabilität. Transformers lassen grüßen.

 


Autotest by fahrfreude.cc

Daten Honda Jazz 1.5 i-VTEC Dynamic

Motor: 4-Zylinder Benziner

Leistung: 130 PS

Max. Drehmoment: 155 Nm bei 4600 U/min

Testverbrauch: 6,8 Liter

Vmax: 190 km/h

0 auf 100 km/h: 8,7 Sek

Preis ab EUR 21.790,00

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