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Skoda Enyaq iV RS: Dynamik serienmäßig

  • 12. Februar 2026
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Die „RS“-Tradition von Skoda hat den Sprung in das E-Zeitalter locker geschafft und findet im aktuellen Enyaq ihren vorläufigen Höhepunkt.

Unser Test begann mit einer Erinnerungslücke, uns entfiel tatsächlich, dass „RS“ für „Ralley Sport“ steht. Es sei uns verziehen, wir konnten uns von „Racing Skoda“ einfach nicht lösen. Vielleicht weil man beim Blick auf den Enyaq zwar an vieles denkt, ziemlich sicher aber nicht an Ralleys. An Sport schon eher, denn obwohl der Enyaq quasi ein Massenphänomen unter den E-SUV´s ist, sorgte unser Testmodell via sportlichem Look für entsprechende Assoziationen.

Von dem her können wir jetzt gar nicht sagen, ob die vielen Blicke der im Zuge des letzten Facelifts komplett neu gestalteten Front oder der „Mamba Grün“ Lackierung samt 21“ Felgen gegolten haben. Wir tippen auf beides, weil der an den neuen Elroq angelehnte Look schon so viel Charakter hat um neben schreienden Farben und extrovertierten Felgen zu bestehen. Wer auf Nummer sicher gehen will – es gibt den Enyaq RS eh auch in „Stahl Grau“, die 21-Zöller sind optional.

Wie auch immer man sich entscheidet, man bekommt mit dem Enyaq RS ein vor Stärken strotzendes Elektroauto. Viel Platz, viel Reichweite, viel Leistung und die für Skoda so typische Lässigkeit, mit der all das präsentiert wird. Schwächen? Gibt es abseits von persönlichen Geschmäckern eigentlich keine. Im Zuge des Facelifts wurde zudem sie Serienausstattung aufgewertet, Wärmepumpe und Fünfjahres-Garantie stechen hier besonders hervor.

Via optimierter Aerodynamik wurde auch die Reichweite verbessert, der RS hat einen WLTP-Wert von 556 Kilometern vorzuweisen. Eh klar bestimmen äußere Umstände und innere Stimmungslage, wieviel davon im Alltag ankommen. Bei leistungsstarken Varianten ist das immer so eine Sache, man wird sich via „RS“ nicht 340 PS und 679 Newtonmeter anschaffen, um dann mit einem Auge ständig auf die Reichweite zu schielen. Dann schon lieber in 5,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h sprinten und den steten Überschuss an Kraft gelegentlich auskosten.

Allrad, Sportfahrwerk, Sportsitze und Alu-Pedale fordern das geradezu heraus, auch nach sportlicher Kurvenjagd verlangt es den Skoda immer wieder einmal. Trotzdem bleibt die Reichweite dabei an kalten Tagen stets stabil über 400 Kilometer, geht man es entspannter an (was eh meistens der Fall sein wird), legt der Skoda nochmal 100 Kilometer drauf. Geladen wird übrigens mit maximal 185 kW, 26 Minuten dauert das Laden von 10 auf 80%. 

Ähnlich lang dauert es auch, um den Enyaq voll zu bekommen. Mit 585 bis 1.710 Litern ist das Kofferraumvolumen gigantisch, Variabilität bis zur Skidurchreiche  versteht sich von selber, detto super Platzverhältnisse für die Passagiere. Dekor in Carbon-Optik, Kunstledersitze, Ziernähte und LED-Ambientebeleuchtung der „RS Lounge“ kokettieren schon sehr offensiv mit dem Premium-Gedanken. Mit dem feinen und alle Stückerl spielenden Infotainmentsystem ist man dort sowieso schon. 

Und mit dem Preis? Eher nicht. 62.350,00 EUR für den Enyaq iV RS ist zwar viel Geld, Head-up Display, Matrix-LED und vieles mehr relativiert das aber. Zudem ist bei Skoda immer mit Prämien zu rechnen, Augen offen halten zahlt sich aus.


Echt lässig:
Wenn hohe Erwartungshaltungen auch erfüllt werden. 

Echt stressig:
Die Suche nach dem Haken. 

Echt fett:
Dass „RS“ „Simply Clever“ nicht ausschließt.  

Echt schade:
Dass sich nicht alle das „Mamba Grün“ trauen werden. 


Daten Skoda Enyaq iV RS 

Motor: 79 kWh Akku (Netto)
Leistung: 340 PS
Max. Drehmoment: 679 Nm
Reichweite: ca. 440 km
Vmax: 180 km/h
0 auf 100 km/h: 5,4 Sek   

Preis Testmodell ab 62.350,00 EUR
Preis Basismodell ab 46.680,00 EUR

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