Einem sympathischen Menschenfreund wie dem Outlander einen grimmigen dunklen Look zu verpassen wäre uns nicht als erstes eingefallen. Sieht aber eh gut aus.
Sondermodelle, gerne mit dem Zusatz „Edition“, sind ein probates Mittel, um dem eigenen Produkt etwas mehr Rampenlicht zu verschaffen. Der Kreativität sind dabei kaum Grenzen gesetzt, im Idealfall schlägt man eine wenig bemüht wirkende Brücke zu einer oder eh allen Kernkompetenzen des außerwählten Modelles. Mitsubishi hat sich für eine „Black Edition“ entschieden und selbige angesichts der inflationären Anwendung schwarzer Features auch mit allem Gebotenen Eifer umgesetzt.
Lackierung, Kühlergrill mit Dynamic Shield, Außenspiegel, 20-Zoll Alufelgen, Akzente an Front und Heck, Semi-Anilin-Ledersitze. Alles Schwarz. In dem Kontext geht die optionale „Graphit Grau“-Lackierung mit schwarzem Dach als Regenbogenfarbe durch. Unterm Strich bleibt es aber düster, fast schon martialisch und tatsächlich auch echt cool. Es dauert halt nur ein wenig bis man sich an die Dunkelheit gewöhnt.
Denn sowohl Seele als auch Wesen des Outlander sind ja irgendwas zwischen Wiesengrün und Sonnengelb. Als großes SUV per se schon multitalentiert, zelebriert der Mitsubishi die Leichtigkeit des Seins in all ihren Facetten. Zum Beispiel beim Antrieb, seines Zeichens ein Konglomerat aus zwei E-Motoren und einem 2,4 Liter Benziner. 306 PS Systemleistung und 450 Newtonmeter sorgen für Fahrleistungen auf hohem Niveau, dabei zählt die feine Klinge aber stets mehr als nackte Zahlen.
Anders gesagt, Kraft ist stets ausreichend vorhanden, sie ständig abzurufen kommt einem aber nur in den Sinn wenn absolut notwendig. In echt genießt man den seidigen Lauf, das wunderbar unauffällige Wechselspiel zwischen rein elektrischem Fahren, seriellem Hybridmodus und direktem Antrieb. Sportmodus gibt es zwar auch, aber den haben wir mit für uns ungewohntem Desinteresse eher bei Seite gelassen. Rein elektrisch schafft der Outlander bis zu 84 Kilometer, die lobenswerte Möglichkeit zum Schnellladen erfährt via CHAdeMO-Stecker eine kleine Einschränkung.
Der guten und entspannten Stimmung tut das keinen Abbruch. Der Outlander hat sich eindeutig dem Komfort verschrieben, das Fahrwerk lässt sich auch von groben Gemeinheiten kaum aus der Ruhe bringen. Das Bild vom großen souveränen Reisewagen manifestiert sich mit jedem gefahrenen Kilometer, zumal der Japaner seine Statur konsequent in feine Platzverhältnisse umzumünzen weiß. Selbst auf der Rückbank vermögen sich Großgewachsene zu entspannen, das Ladeabteil glänzt gleichermaßen mit Volumen wie mit Variabilität.
Den Topf auf dem Deckel spiegelt dann final die Ausstattung wieder. Die „Black Edition“ basiert auf der Top-Variante „Diamond“ inklusive Luxury-Paket. Große Namen, die aber eh große Taten folgen lassen. Drei-Zonen-Klima, Yamaha Sound System, klimatisierte E-Sitze mit Massagefunktion, Sitzheizung hinten, adaptive LED-Scheinwerfer und Head-up-Display stehen für eine edle Vollausstattung. Abseits dem neuesten im Bereich Infotainment wird überwiegend analog bedient. Danke dafür.
Als „Black Edition“ startet bei Mitsubishi Outlander 65.590,00 EUR, via diverser Boni lässt sich aktuell ein beeindruckender Einstandspreis ab 51.390,00 EUR realisieren.
Echt lässig:
Sieben Allrad-Fahrmodi. Acht Jahre Garantie.
Echt stressig:
Etwas nervige Assistenzsysteme.
Echt fett:
Wem der Outlander zu fett ist, dem sei der ASX „Black Edition“ empfohlen.
Echt schade:
Dass die wachsende Ladeinfrastruktur am CHAdeMO-Stecker vorbeiwächst.
Daten Mitsubishi Outlander 2.4 Plug-in-Hybrid
Motor: 4-Zylinder Benziner/2 E-Antriebe
Systemleistung: 306 PS
Max. Drehmoment: 450 Nm
Testverbrauch: ca. 7,2 Liter
Vmax: 170 km/h
0 auf 100 km/h: 7,9 Sek
Preis ab EUR 51.990,00 (Aktionspreis via diverser Boni)









