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Skoda Kamiq: Mehr Sein als Schein

  • 25. Juli 2024
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Der Skoda Kamiq war zwar nie ein optischer Aufreger, dafür aber ein Selbstläufer bei den Verkaufszahlen. Jetzt gibt es ein dezentes Facelift.

Erfolg verpflichtet, Skoda kennt das zur Genüge, kaum ein Modell der Tschechen, dass nicht großen Anklang bei der Kundschaft findet. Der Kamiq ist eines davon, ohne dabei mit einer besonderen Einzigartigkeit herauszustechen. Er brilliert wie eh jeder Skoda mit in sich ruhendem Design, feinen Platzverhältnissen und guter Verarbeitung. Dabei verkneift er sich stilistische oder bedientechnische Experimente, setzt dafür konsequent auf die „Simply Clever“-Schiene.

„Einheitsbrei de luxe“ könnte man sagen, und daran ist auch nichts Schlechtes zu erkennen. Von dem her wäre Skoda schön blöd, da jetzt im Zuge eines Facelifts den Kamiq auf den Kopf zu stellen. Sagen wir so, wenn ihnen der Neid der Nachbarn auf ihr neuestes Schätzchen wichtig ist, sind sie hier an der falschen Stelle. Zumindest was unseren Kamiq Selection TSI in jungfräulichem Moon-Weiß Metallic betrifft. Beim Top-Modell „Monte Carlo“, vielleicht noch in Phoenix-Orange Metallic und mit 18 Zöllern, würde das eh schon wieder anders ausschauen.

Schlüssiger und in Anbetracht seiner Bestimmung als City-SUV für preisbewusste Menschen wirkt freilich unser Testmodell. Als „Selection“ bringt es schon Goodies wie LED-Lichter, Klimaautomatik, kabelloses Smart Link, DAB-Tuner und natürlich die „Simply Clever“-Lösungen. Das geht Hand in Hand mit dem mittleren der drei angebotenen TSI-Motoren, seines Zeichens ein Turbo-Dreizylinder mit 115 PS, in unserem Fall mit einer 6-Gang-Handschaltung angeliefert.

Freilich ginge mehr, 150 PS samt 7-Gang DSG, Matrix-LED, Soundsystem und so Sachen. Ist natürlich eine Möglichkeit, nur, dass man dabei den attraktiven Preis von 30.660,00 EUR rasch aus den Augen verliert. Wirklich raten würden wir nur zum Maximum an den cleveren Helfern im Alltag. Vieles wie Parkscheinhalter, Eiskratzer im Tankdeckel oder Trichter für Wischwasser ist bei jedem Kamiq dabei. Neue Goodies wie Türkantenschutz, beidseitig verwendbarer Gepäckraumboden oder diverse Ablagen sind im günstigen Paket zu haben.

Kleinigkeiten vielleicht, die in ihrer Summe aber das freundliche Wesen des Kamiq unterstreichen. Dieses manifestiert sich ich auch im Interieur, dem via Facelift aufgewertete Materialien zu Teil wurden. Am Layout selber wurde nichts verändert, wozu auch, digitale Anzeigen, fesch integrierter Screen und eine Bedienung zum Niederknien einfach verlangten nach keiner Zuwendung. Von dem her hätte das Exterieur ruhig auch so bleiben können wie es war. Trotzdem, neu gestalteten Kühlergrill, leicht veränderte Scheinwerfer und dynamische Blinker nimmt man gerne.

Und wie dynamisch ist der Kamiq mit dem mittleren TSI? Mehr als genug. Neben den 115 PS sorgen noch maximal 200 Newtonmeter für viel Kraft und Drehfreude, auch Überland wird einem nichts abgehen. Das eher komfortabel ausgerichtete Fahrwerk ist da ganz stimmig, zumal es eine gute Portion Agilität zulässt. Nur die 6-Gang-Schaltung würden wir überdenken. Per se ist ihr nichts vorzuwerfen, aber via 7-Gang-DSG schalten und walten lassen wäre in dem Sinne ja auch „Simply Clever“.


Echt lässig:
Klasse für die Masse.   

Echt stressig:
In einem Skoda? Nächste Frage.

Echt fett:
Dass es keinen Grund gab sich über etwas zu ärgern. 

Echt schade:
Wäre es, nicht 2.200,00 EUR in das DSG zu investieren.


Daten Skoda Karoq Selection TSI   

Motor: 3-Zylinder Turbo-Benziner
Leistung: 115 PS
Max. Drehmoment: 200 Nm / 2000 U.
Testverbrauch: 6,8 Liter
Vmax: 196 km/h
0 auf 100 km/h: 9,7 Sek
Preis ab EUR 30.310,00

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