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Der Vorreiter

  • 6. Juli 2018
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Vorne und hinten ein fetter Sechszehnzöller, möglichst coole Optik und ein feiner V2 – Bobber liegen voll im Trend. Während Triumph, Harley und Indian erst seit kurzem eine Bobber im Programm haben, bietet Moto Guzzi dieses Motorrad schon seit einigen Jahren an.

Das Gerät nennt sich Moto Guzzi V9 Bobber und hat – Überraschung – einen urigen V2 Motor längs eingebaut. Klar – sonst wärs keine Guzzi. Dieser leistet 55 PS und stemmt 62 Newtonmeter. Nicht viel aber um Leistung gehts in der Klasse nicht. Hier gehts um Charakter. Und Charakter hat die V9 Bobber jede Menge. Sie darf auch noch vibrieren und verhalten bollern. Genau so stellt sich der kleine Maxi eine Moto Guzzi vor.

Die Optik hat uns sehr angesprochen. Der mattblau lackierte Tank sieht toll aus – zusammen mit den hauptsächich schwarzen Anbauteilen und dem Alcantara-bezogenen Sitz ergibt sich ein extra-cooles Gesamtbild. Den Soziuspolster kann – oder besser MUSS – man mit wenig Aufwand selbst entfernen – der ist das einzige optische Manko an der V9 Bobber.

Optisch bringt die Moto Guzzi V9 das Thema Bobber perfekt auf den Punkt.
Der längs eingebaute V2-Motor mit 2-Ventil-Technik ist typisch Guzzi.

Man sitzt sehr gut auf der Bobber. Das ist neu – letztes Jahr hat mir die Bobber noch nicht so gut gepasst. Moto Guzzi hat die Fußrasten des aktuellen Jahrgangs leicht nach hinten verschoben – jetzt stossen meine Knie nicht mehr an die Zylinderköpfe und die Bobber passt wie angegossen. Der Sattel ist angenehm gepolstert – der breite Lenker liegt gut in Griffweite. Auch die Sitzhöhe passt hervorragend – ist bei weitem nicht so niedrig, wie bei der Konkurrenz. Fahren wir eine Runde.

Beim Starten schüttelt sich das Triebwerk kurz durch – wie schon gesagt, es darf oder muss vibrieren. Die Kupplung funktioniert butterweich und auch der erste Gang rastet satt und präzise ein. Mit pomalem Gaseinsatz gehts dahin, die Beschleunigung ist klarerweise nicht interstellar aber für freudiges Cruisen reichts allemal. Das Kurvenverhalten überrascht mit völliger Problemlosigkeit – der fette Vorderreifen macht das Ganze zwar nicht unbedingt handlicher, er stört aber auch in keiner Weise. Kurven werden weitgehend neutral angegangen – die Schräglagenfreiheit ist perfekt – da kratzt lange nichts.

Perfekte Optik – wenn man den Soziussitz entfernt hat.
Der fette 16-Zoll Vorderreifen sieht einfach cool aus und stört auch beim Fahren nicht.

Freudig ist auch der Blick auf die Preisliste. Die Moto Guzzi V9 Bobber steht bereits ab EUR 9.999,- – nicht beim BILLA – sondern beim netten Moto Guzzi Händler deines Vertrauens.

 

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