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Hyundai Ioniq 9: Lebe. Liebe. Lade.

  • 3. Dezember 2025
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Hyundai fühlt sich in der E-Mobilität pudelwohl, was zur totalen Glückseligkeit noch gefehlt hat, war ein klassisches Flaggschiff. Auftritt für den Hyundai Ioniq 9.

Großen E-SUV´s fliegen nicht zwingend die Herzen zu. Zu groß, zu teuer und zu weit weg vom ökologischen Gedanken sind nur einige der Vorwürfe, welche sich die Modelle anhören müssen. Freilich sieht die Welt ganz anders aus, wenn man erstmal in einem dieser Schiffe Platz genommen hat. Oder ganz konkret im neuen Hyundai Ioniq 9, der uns neben seinem technischen Schaulaufen vor allem mit seinem enormen Komfort- und Verwöhnpotential total für sich eingenommen hat. 

Ein wenig nachgeholfen hat Hyundai Österreich schon auch, hat uns mit dem „Performance“ den stärksten Antrieb und der Ausstattung „Calligraphy“ das volle Luxuspaket vor die Redaktionstür gestellt. Am imaginären Preisschild stehen für das Modell respektable, angesichts des Gebotenen aber nachvollziehbare 87.490,00 EUR. Via diverser Boni lässt sich dieser reduzieren, das schafft Ressourcen zur Reinvestition in Extras wie zum Beispiel das Sitz Paket „Calligraphy“. 

Zwei elektrische Einzelsitze mit Relaxfunktion machen den Ioniq 9 zum Sechssitzer mit Loungefeeling pur. Nappalederausstattung, stimmiges Ambientelicht und viel Alcantara drehen weiter fleißig an der Charmeschraube, eh klar ist alles beheiz- und/oder klimatisierbar und bis hin zur Lenksäule elektrisch verstellbar. Die hohe Qualität ist allerorts zu spüren, detto gute Ideen im Sinne der Benutzer. Die längsverschiebbare Mittelkonsole wollen wir hier nennen, die inspirierend einfache Bedienung via Tasten, Drehregler und 12,3“ großen Touchscreen preisen.

Schön, dass Hyundai hier nicht dem technisch Machbaren das Momentum überlässt, sondern ganz bewusst das Beste der analogen Welt mit ins Boot holt. Boot im Sinne von Yacht, wobei ein wenig von einem Schiff hat der Koreaner ja schon. Über 2,5 Tonnen schwer und mehr als fünf Meter lang sind beachtlich. Es zu kaschieren würde keinen Sinn machen, es extra betonen hat man sich aber auch verkniffen. Die markante Front, die leicht verspielten Pixel-LED´s und die elegante Silhouette sind als Charakterzeichnung ideal gewählt und frei von martialischen Ansätzen.

Von denen der Antrieb bei Bedarf durchaus einige zu bieten hat. „Perfomance“ steht für 428 PS und 700 Newtonmeter, die sich um Kilos wenig scheren. Dabei sind es gar nicht die 5,2 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h die beeindrucken. Es ist die Kombi aus Leichtigkeit und absoluter Ruhe, welche den Fahrleistungen ihren ganz besonderen Kick verleihen. Dazu gesellt sich ein ausgeprägter Hang zum Komfort, Allrad und ein tiefer Schwerpunkt garantieren dabei sorgenfreies Handling.

Den üblichen E-Sorgen begegnet Hyundai auf mehreren Ebenen. Da wäre einmal die schiere Macht der Zahlen: 800 Volt-Technik, 110 kWh Akku, bis zu 350 kW maximale Ladeleistung, 600 Kilometer WLTP-Reichweite. Für gewinnbringende Rekuperation wird adaptiv oder bis hin zum One-Pedal Drive gesorgt, Wärmepumpe und Vorkonditionierung des Akkus sind serienmäßig. Hyundai geht aber noch zwei Schritte weiter, hat die Energieeffizienz der Klima maximiert, den EV Routenplaner für alle relevanten Daten sensibilisiert und via aktivem Luftklappensystem die Aerodynamik optimiert. Konsequenz: Trotz Winter echte 450 Kilometer Reichweite.


Echt lässig:
Maximaler Komfort untermalt mit maximaler Leistung.

Echt stressig:
Eventuell das Leben außerhalb. Im Ioniq 9: Nichts.

Echt fett:
Endlos viele Einstellmöglichkeiten und die Bedienung hat sie alle im Griff.

Echt schade:
Extra-Geld für die digitalen Außenspiegel ausgeben.


Daten Hyundai Ioniq 9 Calligraphy Performance

Motor: 110,0 kWh Akku (Netto)
Leistung: 428 PS
Max. Drehmoment: 700 Nm
Reichweite: ca. 450 km
Vmax: 200 km/h
0 auf 100 km/h: 5,2 Sek
Preis Testwagen ab 87.490,00 EUR
Preis Basismodell ab 69.990,00 EUR

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