Weniger Weihnachten. Mehr BMW.

Auf der Flucht vor Glühwein und Vanillekipferl hat es uns ins Mühlviertel verschlagen. Fluchtauto war der BMW X2.

Black Friday. Cyber Monday. Shopping Saturday. Die deutsche Sprache kann einem schon manchmal leid tun. Soll sein, vielleicht fehlen uns auch einfach nur die Worte für diesen Schwall an Obszönitäten, der da von der neuen Welt auf uns überschwappt. Tatsächlich war die Vorweihnachtszeit bis jetzt schon öfter frei jedweder Besinnlichkeit. Die neuen Feiertage der Amazon&Co – Suchtis machen das Ganze nicht besser.

Doch jeder ist seines Glückes Schmied. Dem medialen Geostorm kann man sich nicht wirklich entziehen, aber man kann sich ein Plätzchen suchen, wo man ihn besser erträgt. In unserem Fall wurde das Falkensteiner Hotel&Spa in Bad Leonfelden als vorübergehende Bleibe auserkoren. Um den Kurztrip auch als ganzheitlich gelungenen Abschied vom vorweihnachtlichen Irrsinn zu realisieren, fragten wir beim BMW um einen X2 an. Und siehe da, wir bekamen auch einen.

Zur auf der Hand liegenden Frage warum ausgerechnet einen X2 sei erwähnt, dass er aus unserer Sicht den Zeitgeist am Besten trifft. Er ist zum Beispiel schon ein SUV, doch bestimmt kein böses. Auch ist er ein Sportler, aber mit Sicherheit kein gnadenloser. Er hat Platz und ist variabel, von einem Van aber ist er Lichtjahre entfernt. Der X2 bietet aber auch das bisserl Mehr, dass jeder von uns gerne hat. Gnadenlos perfekte Verarbeitung, dazu Gimmicks wie Head-up Display, Harman Kardon Soundsystem oder WLAN Hotspot und fertig ist die Wohlfühloase.

Technisch basiert er auf dem X1, allerdings ist er kürzer, flacher und seine Überhänge sind auf ein Minimum reduziert. Sprich, er steht gedrungener da. Beeindruckend ist seine Front, wo die neu gestaltet Doppelniere und böse blickende Scheinwerfer für mächtigen Wirbel im Rückspiegel sorgen. Die dynamische Seitenansicht und das sexy Heck lassen final Querverweise auf einen Athleten zu.

Unser Testwagen macht eine derartige Zuordnung unumgänglich. BMW Austria war so nett, uns ein Modell M Sport zur Verfügung zu stellen, mittels arg nach Testosteron riechenden M-Sportpaket ordentlich auf Dynamik gebürstet.

Wir haben das sehr gerne angenommen, wohl wissend, dass die Leistungsausbeute des 190 PS starken Turbo-Diesels mit dem Design locker mithalten kann. Seine 400 Newtonmeter hieven den X2 in entspannten 7,7 Sekunden auf 100 km/h, bei Bedarf rennt der Bayer 221 km/h.

Der saftige Durchzug und die spontane Kraftentfaltung machten vom ersten Meter weg extrem viel Freude am Fahren. Gewohnt souverän und immer Herr der Lage – das 8-Gang Sport-Automatik Getriebe. In fünf Tagen, runden 800 Kilometern und ungezählten Kick-downs war nicht ein Fehlgriff dabei. Und glauben sie uns, dank Allrad, adaptivem Fahrwerk und auf „Sport“ gestellten Fahrerlebnisschalter haben wir weder Automatik, noch Auto oder Fahrer geschont.

Das klingt jetzt auch nicht sonderlich besinnlich, aber die Jagd nach einer schneidig genommenen Kurve macht wesentlich mehr Spaß als jene nach Prozenten. Wirkt auch wesentlich länger. Doch irgendwann muss man wieder zurück in die sogenannte Zivilisation. Und im Wissen um das Unvermeidliche fanden wir am

Rückweg noch eine Gelegenheit für ein erfolgreiches Christmas Shopping. Der X2 zeigte sich auch da souverän, vollautomatischer Parkassistent und 470 Liter Kofferraumvolumen sei Dank.

 

Was er kann: Ein klassischer UND moderner BMW sein.

Was er nicht kann: Bis Ostern im Fuhrpark bleiben.

Ändern würden wir: Wir raten zum Griff auf schreiende Farben.

Extralob gibt es: Für das perfektionierte i-Drive Bedienkonzept.

 


 

Daten BMW X2 xDrive 20d

Motor: 4-Zylinder Turbo-Diesel
Leistung: 190 PS
Max. Drehmoment: 400 Nm bei 1.750 U.
Testverbrauch: 6,1 Liter
Vmax: 221 km/h
0 auf 100 km/h: 7,7 Sek
Preis ab EUR 40.500,00

fahrfreude.cc

Shooting-Location: Falkensteiner Hotel Bad Leonfelden

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