Gar nicht böse

Meine Ansage „Morgen kommt der Subaru Impreza!“ lässt die Augen meiner Benzinbrüder lustvoll glänzen. Leider wurde dann aus dem erhofften WRX Rallye-Feger eher ein WRNix.

Mit dem 114 PS leistenden 1,6 Liter-Motor fungiert der Impreza bei Subaru eher als Einstiegsmodell – zwar mit Boxermotor, Automatik und Allrad aber halt doch sehr auf handzahm gebürstet. Aber alles der Reihe nach.

Vor uns steht ein hübsches rotes Auto, passgenau in die Golfklasse getaktet.

Würde das Subaru Logo nicht vorne drauf picken, der Wagen ginge auch als Opel, Kia oder Hyundai durch. Also nicht gerade aufregende, aber dennoch gekonnt gemachte Automobilität. Auch beim Interieur springt einem nicht sofort etwas ins Auge – weder positiv noch negativ. Die Qualitätsanmutung ist markentypisch solide – auch das Layout passt: Kombiinstrument analog, mittig der Achtzoll-Touchsscreen, darunter manuell die Klimatisierung. Da brauchts keinerlei Erklärungen – auch wenn man man sich mal in die Untermenüs des Infotainmentsystems wagt.

Subaru heißt noch immer Boxer und Allrad – so ist das!

Der Motor nimmt auf Knopfdruck seine Arbeit auf – klingt eher nach Nähmaschine als nach Boxer. Das Lineartronic-Getriebe kennen wir schon vom Subaru XV und Levorg. Der Wagen legt ohne Verzögerung relativ spontan los – die Lenkung arbeitet direkt und zielgenau. Solange wir uns im moderaten Fahrbetrieb aufhalten, gibts eigentlich keinerlei Kritikpunkte. Bis auf Landstraßentempo reichen auch die 114 PS locker aus. Der Wagen läuft angenehm ruhig – das Getriebe arbeitet unauffällig.

Der Subaru Impreza im Fokus des Huawei P20 pro.

Die Autobahn ist nicht das Lieblings-Revier des kleinen Impreza.

Leichte Ernüchterung ereilt uns beim Beschleunigen auf die Autobahn. Der beherztere Tritt aufs Gaspedal wird hier hauptsächlich von lautem Motorgeheul quittiert. Irgendwie scheint der kleine Boxer und das CVT-Getriebe bei stärkerem Gaseinsatz nicht richtig zu harmonieren. Hat man die Reisegeschwindigkeit erreicht, pendelt sich die Geräuschkulisse zwar wieder auf ein normales Level ein – es genügen aber schon relativ pomale Anstiege um den Motor wieder lautstark hochdrehen zu lassen. Dass dadurch auch der Verbrauch (Testdurchschnitt 7,9 Liter Super / 100 km) ansteigt, liegt auf der Hand.

Fazit:

Für gemütlichere Naturen mit hohem Sicherheitsanspruch (der Impreza wurde in Japan zum sichersten Auto gewählt und hat auch Top-Ergebnisse beim EURO-Crashtest), die auch hin und wieder Allrad-Antrieb benötigen ist der kleine 1,6 Liter Impreza sicher die richtige Wahl. Wer allerdings oft auf die Autobahn muss, sollte lieber gleich zu einem souveräneren 2-Liter Modell von Subaru greifen. Im 150 PS starken Subaru XV hat diese Motor-Getriebe-Kombination jedenfalls perfekt funktioniert. Noch ein Pluspunkt zum Schluss: Der komplett ausgestattete Subaru Impreza 1.6i Style Navi ist ab fairen EUR 27.200,- erhältlich.

 

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