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  • 24. Februar 2019
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Nach gefühlten Jahren der Warterei startet im März die Auslieferung des Tesla Model 3. Schafft es den Sprung vom Ankündigungskaiser zum Straßenfeger?

Klare Antwort nach unserem ersten Test – Ja. Auch wenn das Model 3 vergleichsweise klein und zierlich wirkt, hat es eine Strahlkraft die sich gewaschen hat. Man merkt, der Name Tesla und der damit verbundene Zauber erreicht auf einer Skala von 1 bis 10 noch immer den Wert 11. Es ist einfach cool einen Tesla zu fahren, noch dazu ein niegelnagelneues Model 3.

„Reduziert auf das Wesentliche“ hat noch sie gut gepasst wie im Interieur des Tesla 3.

Natürlich kann man dem Faktor Coolness ganz rationale Argumente dagegen halten. Es sind dann ja doch ein paar Tage zwischen Produktionsstart und Auslieferung vergangen, und die automobile Welt hat sich verdammt schnell weitergedreht. Praktisch alle Hersteller investieren massiv in die E-Mobilität, mit teilweise feschen Ergebnissen, teilweise auch nicht.

Keckes Heck hinter dem sich ausreichend Stauvolumen befindet.

Gerade die Geschichte rund um die Reichweite schreibt sich quasi täglich neu. Das Model 3 steht mit seinen maximalen 530 Kilometern noch immer an der Spitze im Segment, aber Hyundai zum Beispiel hat mit dem Kona spürbar aufgeholt. Wobei, haben wir jetzt echt „Hyundai“ gesagt“? Das ist natürlich eine ganz andere Welt, das wird spätestens klar, wenn man sich an einem Tesla-Supercharger neuen Saft holt.

Das hat was von einem exklusiven Club, Model X, Model S und eben unser Model 3 in Eintracht nebeneinander, während wir uns angeregt mit den Elektrobrüdern- und schwestern unterhalten.

Tesla fahren bekommt da eine so noch nicht gekannte soziale Komponente und die an den Schnellladern ohnehin überschaubaren Ladezeiten eine positiv besetzte Kurzweiligkeit.

Kurzweilig gestaltet sich auch das Fahren mit dem Model 3. Unser „Performance“ verfügte über 205 kW Spitzenleistung und Allradantrieb. In wilden 3,5 Sekunden stürmt der kleine Tesla auf 100 km/h, wobei dies eher zu Vorführungszwecken genutzt wird. Auch wir haben den Standardsprint zwei- dreimal ausgekostet, uns danach aber eher am satten und sportwagenähnlichen Durchzug erfreut. Die Restreichweite litt darunter nur marginal, Tesla´s Angaben halten hier der Realität stand.

Das vielleicht größte Unterscheidungsmerkmal zur erstarkten Konkurrenz ist das Interieur. Das Model 3 hat nämlich keines. Also schon, aber keines, was sich Otto-Normalverbraucher unter einem Interieur vorstellt. Tesla geht auch hier konsequent seinen Weg, verschraubt mittig einen riesigen 15-Zoll-Touchscreen, über den alle Funktionen gesteuert werden. Das mag manche auf den ersten Blick abschrecken, in Wirklichkeit aber ist die Bedienung ein Kinderspiel.

Sicher, ein gewisses Maß an Ablenkung bringt diese Lösung mit sich. Head-up Display offeriert das Model 3 keines, sprich, man muss regelmäßig den Blick von der Fahrbahn nehmen. Unabhängig davon hat dieses extrem reduzierte Cockpit viel Charme. „Charme durch Leere“ quasi, ein wie wir finden gelungenes Experiment, an dem sich die „Drei Screens auf vier Ebenen“-Lösungen der Konkurrenz in Zukunft messen lassen müssen.

Die 3,5 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h sieht man ihm nicht unbedingt an.

Natürlich gilt das auch für das Model 3 von Tesla. Coolness und Charme in allen Ehren, am Ende zählen nur die nackten, und im Idealfall schwarzen, Zahlen. Die Luft im für Tesla neuen Segment wird dünner, andererseits tun sich neue Käuferschichten auf. Nachdem Hype, den wir während unseres Tests erlebt haben, machen wir uns keine Sorgen.

 


 

Daten Tesla Model 3 Performance
Motor: E-Antrieb mit zwei Motoren
Leistung: 205 KW
Max. Drehmoment: 200 Nm
Normverbrauch: 16,6 – 20 kWh/100 Kilometer
Vmax: 250 km/h
0 auf 100 km/h: 3,5 Sek
Preis ab EUR 69.100,00

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