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3-Wetter-Taft

  • 9. November 2018
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Egal ob es regnet, nebelig ist oder die Sonne scheint – der Peugeot Metropolis hält sicher die Spur.

Wettertechnisch befinden wir uns ja derzeit – zumindest im Norden Österreichs – eher auf der mediterranen Seite. Jetzt, Mitte November 2018, hält die schon das gesamte Jahr andauernde Trockenheit an. Die Temperaturen werden vom ständig wehenden Fön permanent positiv beeinflusst – von Frost keine Spur. Ob´s an der Klimaerwärmung liegt oder es sich einfach um ein einmaliges Wetterphänomen handelt – wir wissen es nicht, tippen aber eher auf ersteres.

Warum sollte man also auf den Motorroller verzichten und sich freiwillig mit dem Auto ins Stau-Chaos stürzen?

Man mag von dreirädrigen Rollern halten was man will, aber der Peugeot Metropolis ist auch optisch sehr gelungen.

Am Wetter liegt´s jedenfalls nicht. Dennoch haben schon viele Rollerfahrer ihr Gerät weggepackt. Dies liegt vor allem an der feuchtigkeits- und laubbedingten Rutschigkeit, die uns der Herbst alljährlich bringt. Dabei liegt die Lösung auf der Hand – und die heißt: Ein Rad mehr an der Vorderhand und Schluss ist mit dem Eiertanz auf der laubbedeckten, feuchten Fahrbahn.

Halb Paris fährt ganzjährig Dreirad – warum sollte das in Österreich nicht auch funktionieren?

Peugeot Motorcycles hat uns jetzt ein besonders feines Gerät für einen intensiven Fahrfreude-Herbsttest zur Verfügung gestellt: den Peugeot Metropolis 400i.

Peugeot ist es gelungen, das Marken-G´schau auch auf den Metropolis zu übertragen. Man beachte den stilisierten Kühlergrill.

Dieser vereint sämtliche Attribute, die es braucht um sicher durch die trübe Jahreszeit zu kommen. Erstens besitzt er die beiden oben erwähnten Vorderräder – und dies praktischerweise gleich in der richtigen Spurweite um den Roller auch mit B-Führerschein fahren zu dürfen. Standfeste ABS Bremsen und eine Antischlupfregelung sorgen für kurze Bremswege und beste Kurvenstabilität. Der Metropolis steht von alleine – wenn man vorher den Feststellmechanismus (unter 11 km/h möglich) eingeschaltet hat. Dies funktioniert auch wunderbar an der roten Ampel – fährt man danach wieder an, löst sich die Stabilisierung automatisch wieder.

Ein höhenverstellbares Windschild schützt perfekt vor kaltem Fahrtwind und eliminiert auch gekonnt Regen- und Spritzwasser. Dahinter befinden sich teildigitale Instrumente, die aussehen als kämen sie aus einem vierrädrigen Peugeot.

Der Schlüssel bleibt in der Tasche. Peugeot nennt das „Smartkey“. Ist wirklich praktisch.

Ebenfalls sehr automobil wirkt die elektrische Feststellbremse am Lenkkopf, das LED-Tagfahrlicht zwischen den Vorderrädern, die asphärischen Rückspiegel sowie die Smartkey-Funktion. Soll heissen: Der Metropolis wird ohne Schlüsseldreh gestartet und entriegelt, was sich als äußerst praktisch herausgestellt hat – vor allem dann, wenn man behandschuht und in voller Schlechtwetterpanier unterwegs ist. Also, Schlüsselsuche fällt weg – der Smartkey ruht einstweilen tiefvergraben im Hosensack.

Ebenso keyless lassen sich die beiden großen Staufächer entriegeln. Eines befindet sich unter der breiten, extrem bequemen Sitzbank und fasst auch einen mittleren Wocheneinkauf , während Helm und Handschuhe hinten im Heck unter der hochschwingenden Heckklappe locker ihren Platz finden. Toll integrierte, ausklappbare Fußrasten für den Soziusbetrieb vervollständigen das gelungene Package.

Der Beifahrer freut sich über viel Platz am bequemen, breiten Sitz, stabile Haltegriffe und ausklappbare Fußrasten.

Angetrieben wird der Peugeot Metropolis von einem 399 ccm großen Einzylinder. Dieser hat es dank seiner 35,6 PS nicht wirklich schwer, den immerhin 256 Kilo wiegenden Motorroller würdig zu bewegen. Das Gewicht spürt man zwar kurzfristig beim Anfahren – dreht man allerdings dann beherzter am Gasgriff, geht schon ordentlich was weiter. Das zusätzliche Rad merkt man dem Roller in Fahrt so gut wie nicht an. Lediglich eine gewisse Schwerfälligkeit bei verzwickten Fahrsituation, wie zum Beispiel beim Vorschlängeln im Stau, fällt auf. Aber da bewegen sich die einspurigen Großroller der Konkurrenz auch nicht behänder.

Das Windschild ist höhenverstellbar und schützt effizient vor Wind und Wetter.

Die Stunde des Metropolis schlägt dann bei schlechtem Wetter. Während die einspurige Kollegenschaft eher um die Kurven eiert und nur mühsam die Spur hält, schnürt der Peugeot relativ unbeeindruckt dahin. Da muss man sich schon ziemlich blöd spielen, damit da etwas rutscht. Auch die Bremserei funktioniert dank ABS Unterstützung absolut standfest und bestens dosierbar. „Alles Leiwand“, würden die Kollegen von 1000PS sagen.

Was spricht also gegen den Peugeot Metropolis 400i?

Vielleicht der Preis? Naja, der ist mit EUR 9.599 natürlich etwas höher angesiedelt, liegt aber dennoch voll im Rahmen der dreirädrigen Konkurrenz. Wenn man allerdings bedenkt, dass man diesen Motorroller wirklich fast ganzjährig nutzen kann, während sich die Vespas gefühlt das halbe Jahre die Räder in der Garage plattstehen, spricht schon einiges für die Investition. Und der echte Kenner rüstet sich seinen Metropolis sowieso noch weiter mit Schutzdecke, Winterreifen und Heizgriffen auf und trotzt so auch dem ersten Schnee – falls der doch einmal kommt.


Daten Peugeot Metropolis 400i
Motor: 1-Zylinder Viertaktreihenmotor 
Hubraum: 399 ccm
Leistung: 35,6 PS bei 7250 Umdrehungen
Max. Drehmoment: 38,1 Nm bei 5750 U/min
Vmax: 135 km/h
Preis ab EUR 9.599,00

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