Vom Golf-Jäger zum Golf-Schläger.

Nicht nur die Schreibweise des Modellnamens wurde vereinfacht – Kia verbesserte die dritte Generation des  Ceed in vielen Bereichen.

Wir hatten jetzt die 136 PS starke Diesel-Variante des Kia Ceed bei uns zu Gast. Äußerlich kommt der in Europa designte und in der Slowakei produzierte Ceed fast wie ein kleiner Stinger daher. Die Front mit der Tigernase ist wuchtiger geworden – die gesamte Linienführung klarer und moderner.

Dank neuem Innenraumkonzept sind die Platzverhältnisse gegenüber dem Vorgänger deutlich verbessert worden. Vor allem die Schulter- und Beinfreiheit im Fond sind beachtlich. Nicht nur Kinder sind hier gut aufgehoben, auch Erwachsene haben auch keinen Grund zur Klage. Auch das Ladevolumen konnte um 15 Liter erhöht werden. Hinter der großen Heckklappe können jetzt fast 400 Liter verstaut werden. Sind die Rücksitzlehnen umgeklappt erweitert sich der Kofferraum auf maximal 1291 Liter.

Das Cockpit ist – wie bei Kia gewohnt – sehr übersichtlich gestaltet – man kommt auch gut zurande ohne vorher die Bedienungsanleitung studiert zu haben. Zentrales Element ist ein großer freistehender Touchscreen-Monitor, über den viele Fahrzeugfunktionen bedient werden können. Der Qualitätseindruck ist tadellos und auch auf schlechten Straßen wird man nicht von nervigen Klappergeräuschen geplagt.

Die Ausstattung ist typisch Kia – also sehr umfangreich. Bereits ab der Basisausstattung sind unter anderem LED-Tagfahrlicht, Dämmerungssensor, Tempomat, aktiver Spurhalter, Frontkollisionswarner, Fernlichtassistent, Müdigkeitswarner und Bluetooth-Freisprecher serienmäßig an Bord. In unserem Testwagen gab es Features wie beispielsweise die Acht-Zoll-Navigation, ein JBL-Soundsystem, induktives Laden für Smartphones, Android Auto und Apple Carplay, klimatisierte Ledersitze sowie Querverkehrswarner sowie einen Spurwechsel- und einen Stauassistent.

Diesel-Freunden offeriert Kia den 1,6-Liter Selbstzünder in zwei Leistungsstufen mit 115 und 136 PS, beide sind mit einem SCR-Kat ausgestattet  und somit Euro 6d-Temp konform. Unser 136 PS starker Testwagen war mit einem Sieben-Gang-DSG kombiniert, welches seine Arbeit ohne Klagen verrichtet. Da stört weder eine Anfahrschwäche, noch nerven eine ungustiöse Schaltrucke. Die Kia Motor-Getriebe-Kombi können wir ruhigen Gewissens weiterempfehlen.

Der Dieselmotor ist angenehm laufruhig – er passt perfekt zum tollen Fahrverhalten des Kia Ceed. Das optimierte Fahrwerk und die steife Karosseriestruktur heben den Ceed ohne Mühen auf Golf-Niveau und teilweise sogar darüber. Auch die Lenkung ist im Vergleich zum Vorgänger verbessert worden und arbeitet nun angenehm direkt und präzise.

Fazit
Kia hat sich vom Golf-Jäger zum Golf-Schläger gemausert. Er gewinnt nicht nur reihenweise Vergleichstests in diversen (VW-freundlichen) Magazinen – er schlägt sich auch im richtigen Leben mehr als gut. Erhältlich ist der Kia Ceed ab fairen EUR 17.490,–

 

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