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Für alles gibt´s ein erstes Mal

  • 21. Juni 2018
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Mit dem Alaskan offeriert Renault den ersten Pick-up seiner Geschichte. Damit da auch nichts schief geht hat man sich Hilfe aus Fernost geholt.

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Sagen wir es gleich, der Alaskan ist im Grunde ein Nissan Navara. Da muss jetzt niemand sein francophiles Näschen rümpfen, denn die Japaner haben viel Erfahrung in diesem ganz speziellen Segment. Mercedes bedient sich bei ihrer X-Klasse übrigens der selben Basis, es darf als gesichert gelten, dass nicht nur der Wunsch nach einem Modell ohne Abgasproblematik dafür den Ausschlag gab.

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Doch verlassen wir diese Niederungen und widmen uns unserem Testfahrzeug. Renault Alaskan Doppelkabine ENERGY Twin-Turbo dCi 190 6-Gang 4WD heißt er, womit seine volle Bezeichnung ähnliche Ausmaße hat wie das Auto selber. Über fünf Meter misst der Pick-up, was in seinem Segment quasi unter Mindestanforderung fällt. Viel Platz für viel Design könnte man meinen, doch gibt sich der Alaskan weitestgehend unauffällig. Schwerpunkt ist die renault-typische Front mit markanter LED-Signatur, als weithin sichtbare Abgrenzung zu seinen Brüdern.

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Wie beinahe jeder Pick-up versucht auch der Franzose eine größtmögliche Spreizung zwischen Arbeitstier und klassischem PKW-feeling zu erreichen. Renault sah hier die beste Chance auf Umsetzung in einem feschen Interieur, einer tollen Ausstattung und der Aussparung von Basismotorisierungen. Tatsächlich braucht das Arbeitsvieh Alaskan keine Lederpolsterung, kein Audiosystem, keinen 7″-Touchscreen inclusive Navi und kein elektrisches Schiebedach. Der PKW im Alaskan nimmt das Alles aber gerne mit, genauso wie die 360° Rundumsicht Kamera oder die Pure-Vision Voll-LED Scheinwerfer.

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Die 190 PS und 450 Newtonmeter maximales Drehmoment des Turbodiesels will man sowieso nicht missen. Besonders beim Durchzug weiß der Antrieb zu überzeugen. Überholmanöver sind Überland überhaupt kein Problem, und für die neu angedachte Höchstgeschwindigkeit auf Teilstücken des Autobahnnetzes ist der Alaskan auch zu haben. Dabei bleibt der Durst mit 9 Litern im Schnitt im Rahmen. Einzig die etwas teigige Schaltung mit ihren langen Wegen hat uns nicht so begeistert, es sei an dieser Stelle die alternativ angebotene 7-Gang-Automatik empfohlen.

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Spätestens bei der Fahrdynamik endet dann das PKW-feeling. Aus über 2 Tonnen Leergewicht, riesiger Ladefläche, 3,5 Tonnen Zuglast und rund 900 Kilo Nutzlast ein fahrdynamisch ansprechendes Paket zu schnόren ist rein physikalisch nicht möglich. Ähnlich wie innerstädtisches Gewusel ist auch kurviges Hinterland eher Pflicht denn Kür. Dafür hat sich Renault beim Federungskomfort sehr stark eingebracht. In seinem direkten Umfeld darf der Alaskan quasi als Sänfte gelten, wie wohl Unbedarfte das als solches kaum wahrnehmen werden.

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Abgerundet wird das Gesamtpaket Alaskan noch durch eine hohe Geländekompetenz. Zuschaltbarer Allradantrieb mit Untersetzung und mechanische Differenzialsperren sind hervorragende Voraussetzungen für Abenteuer aller Art. Das Geld dafür sollte auch nach dem Erwerb des Alaskan noch vorhanden sein, EUR 44.880,00 für unser vollausgestattetes Top-Modell sind angesichts des Gebotenen voll in Ordnung.

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Was er kann:
Renault einem neuen Zielpublikum näher bringen.

Was er nicht kann:
Es gilt – Pick-up bleibt Pick-up.

Ändern würden wir:
Trotz 360° Kamera haben wir Frontpiepser vermisst.

Extralob gibt es:
Für die vielen Ablagen.


Daten Renault Alaskan dci 190 Intense
Motor: 4-Zylinder Turbodiesel
Leistung: 190 PS
Max. Drehmoment: 450 Nm bei 1500 U/min
Testverbrauch: 9,1 Liter
Vmax: 184 km/h
0 auf 100 km/h: 10,8 Sek
Preis ab EUR 43.908,00

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