Kapitän an Bord

Quasi interimsmäßig war der VW Arteon gemeinsam mit dem T-Roc Würdenträger im Wolfsburger Portfolio. Ab jetzt übernimmt der neue VW Touareg.

Ja, es gab auch mal einen Phaeton, aber ehrlich, der Touareg war seit jeher das gar nicht mal so heimliche Flaggschiff bei VW. Klar hat ihm dabei der nicht immer logische Siegeszug der SUVs nicht geschadet, aber das muss man ja auch erst einmal zu nutzen wissen. Mittlerweile sind wir bei der dritten Generation angelangt. Und in einer Zeit, wo sich zwei Drittel der Pressemappe mit Assistenzsystemen, Infotainmentlösungen und autonomen Möglichkeiten beschäftigen.

Bei manchem Gadget fragen wir uns nicht nur einmal, ob das echt sein muss.

Der neue Touraeg übernimmt zum Beispiel auf Wunsch Geschwindigkeitslimits, sorgt selbständig für Tempo 50km/h schon ab dem Ortsschild oder durchfährt Kreisverkehre in konstant langsamer Geschwindigkeit. Auf das freu ich mich. Wenn ich achtzig bin.

Gott sei Dank glänzt der Touareg mit aufregenderen Gimmicks, wie zum Beispiel dem „Dynamic Light Assist“. Basierend auf LED-Matrixscheinwerfern garantiert das System optimale Lichtausbeute in jeder nur erdenklichen Situation – Streuung, Kegel, Reichweite, alles zugeschnitten auf Stadt, Land und/oder Autobahn. Als Fahrer musst du nur noch auf die Straße schauen, beim volldigitalisierten Cockpit inklusive zwei Touchscreens ist das eh schwer genug. Da nimmt man gerne ein paar klassische Tasten und die Spachsteuerung zu Hilfe.

Ansonsten wird man als Besitzer eines VW Touareg selten Hilfe in Anspruch nehmen, weil Alleskönner. Der Neue wurde größer, besitzt mehr Stauvolumen, eine variable Rücksitzbank und eine maximale Anhängelast von 3500 Kilogramm. Die Allrad-Lenkung macht ihn wendiger als seine schieren Ausmaße vermuten lassen würden, die zum Marktstart erhältlichen V6 Diesel mit 231 bzw. 286 PS stehen sowieso über den Dingen. V6-Benziner, V8-Diesel und Plug-in-Hybrid folgen.

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