Kann sparen – muss aber nicht.

In Sachen Plug-In Hybrid ist Volvo ja mittlerweile schon ein alter Hase. Die Schweden haben schon vor Jahren Erfahrung mit dem V60 D6 Diesel-Hybrid gesammelt, dementsprechend sauber handelt auch das Volvo-Flaggschiff XC90 T8 die Symbiose aus Elektro- und Benzinantrieb ab.

Mächtig aber nicht aggressiv kommt der Volvo XC90 daher.

Der 87 PS leistende E-Motor greift im XC90 T8 einem 318 PS starken doppelt aufgeladenen Benziner unter die Arme, beide generieren die mächtige Systemleistung von 407 PS. Dies geschieht komplett lautlos, nahtlos verschliffen und bei Bedarf unter Einsatz beider Motoren durchaus auch brachial. Aber auch die astronomisch niedrigen Verbrauchswerte der Volvo-Werksangabe lassen sich ohne Verzicht ernten.

Gehört man zu den gewissenhaften Volvo-Eignern, die den Akku ihres T8 auch regelmäßig per Kabel aufladen, wird man den Vierzylinder-Benziner teilweise nur selten zu hören bekommen. Der T8 lässt sich nämlich völlig problemlos im reinen Elektrobetrieb bewegen – rund 40 Kilometer vom Speckgürtel in die Innenstadt gehen sich völlig lautlos und emissionsfrei aus. Im Alltag ist der Hybrid-Modus die beste Art vorwärts zu kommen. Dann jongliert die Technik perfekt zwischen Elektro und Benzin, rekuperiert beim Gaswegnehmen und Bremsen und zaubert innerstädtisch für ein derartiges Trumm Auto traumhafte Verbrauchszahlen (Testschnitt 7,4 Liter Super) auf das Info-Display. Voraussetzung ist, man bewegt den Volvo XC90 so, wie es einem schwedischen Edel-SUV geziemt – nämlich flott aber nicht übertrieben sportlich.

Volvo XC90 T8 R-Design

Geht man nämlich dynamischer ans Werk oder nutzt man gerne mal die deutsche Autobahn für Highspeed-Sessions, darf man sich nicht wundern, wenn die Reichweitenanzeige des Benziners ins Bodenlose wandert. Linz – Wien – Linz geht sich mit einer Tankfüllung nur knapp aus – einstellige Durchschnittsverbräuche sind schlicht unerreichbar. Also lieber vom Gas gehen und mit Unterstützung des Radar-Tempomaten souverän dahingleiten – das liegt dem mächtigen SUV am besten. Sollen doch die sportlichen Cayennes und X5er die Autobahnen aufmischen.

Premium können sie alle – der Volvo XC90 T8 kratzt schon beherzt am Luxussegment.

Schalthebel aus Orrefors-Kristallglas – sowas haben die Anderen nicht.

Auch optisch strahlt der Volvo XC90 pure Souveränität aus, brilliert mit feinstem schwedischen Stil und bietet auch noch Platz satt für die Urlaubsfahrt mit Kind und Kegel. Unser top ausgestatteter „R-Design“-Testwagen ist nicht nur aufgrund seiner Größe ein auffälliger Typ. Der aufrecht stehende massive Kühlergrill und die T-förmigen LED-Scheinwerfer wirken dominant aber dennoch nicht aggressiv.

Der große Touch-Screen lässt sich nach kurzer Eingewöhung relativ einfach bedienen. Auch hinterm Lenkrad werden die Instrumente digital eingespielt.

Innen schwelgt man in purem Luxus. Die Leder- und Alcantaraverarbeitung ist zum Niederknien und auch die Liebe zum Detail überzeugt – man beachte den Ganghebel aus Kristallglas und die kleinen Schwedenflaggen an den kontrastierenden Sitznähten. Auch in der getesteten R-Design Ausstattung muss man sich nicht vor allzu viel Sportlichkeit fürchten. Die Sitze sind nicht ganz so flauschig gepolstert, wie das Seriengestühl, bieten durchaus Seitenhalt und anstatt an offenporigem Holz, weidet sich das Auge an feinst verarbeiteten Echt-Carbon.

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Fazit:
Es hängt, wie so oft, vom Fahrer und dem Einsatzgebiet ab. Lädt man brav regelmäßig die Akkus des T8 und bewegt man den Volvo nicht permanent mit dem Messer zwischen den Zähnen, darf man sich an niedrigen Verbrauchswerten und luxuriöser Fortbewegung ergötzen. In Sachen Qualität und Stil macht man mit einem Volvo sowieso nichts falsch.

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