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Der nächste große Schritt.

  • 13. März 2018
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Beim BMW X3 von einem Bestseller zu reden ist schlicht untertrieben. Schließlich wurden bislang mehr als 1,5 Millionen Einheiten unters Volk gebracht. Um diesen Erfolg auch in der Zukunft zu prolongieren, hat BMW bei der neuesten Generation in die Vollen gelangt.

Ich kann mich noch gut an meinen allerersten X3 Testwagen erinnern. Es war vor 14 Jahren als uns die BMW Presseabteilung einen grauen Dreiliter-Diesel mit rund 200 PS und xDrive vor die Tür stellte. Damals war der Begriff „SUV“ noch nicht in aller Munde, der BMW X3 verkörperte einen der ersten Midsize-SUV überhaupt am Markt. Er sollte unterhalb des großen X5 frische Kunden ins BMW Lager locken – was auch umgehend gelang.

Mittlerweile ist viel Wasser die Isar hinunter gelaufen und die automobile Welt steht kopf. SUVs aller Coleurs überschwemmen den Markt und auch der BMW X3 hat sich klarerweise völlig verändert. Der ursprünglich spröde und hart abgestimmte Charakterkopf hat sich zu einem luxuriösen aber auch etwas glatten Alleskönner weiterentwickelt. Kurvengeil war er schon immer – nur war das damals auch mit erhöhtem Leidensdruck aufgrund der allzu krispen Fahrwerksabstimmung verbunden. Der Dynamikbedarf des Fahrers lässt sich heute mittels „Fahrerlebnisschalter“ wie bei allen BMW nach Lust und Laune in alle Richtungen verschärfen oder abschwächen.

Wer möchte mutiert sich seinen BMW X3 zum hochgestellten Fünfer und genießt die volle Komfortdröhnung einer Luxuslimousine. Oder man switcht in den Sport-Modus und erntet Kurvenverve und fein zugespitztes Motoren-Mapping. Jeder der Fahrmodi ist klar definiert und verleiht dem Wagen auch wirklich einen eigenen Charakter.

Neu hinzu kommt, dass der neue X3 als erstes SUV seiner Klasse nun auch im dichten Autobahnverkehr autonom fahren kann und auch in der Lage ist, die Spur bei Bedarf selbstständig zu wechseln. Wir haben das natürlich ausprobiert – die Selbstfahrerei funktioniert weitgehend klaglos, wenngleich wir vom komplett selbstständigen Fahren natürlich noch etwas entfernt sind. Aber da gehts anderen Herstellern nicht anders.

Wenn man heute rund 200 PS will, braucht man nicht mehr zum Dreiliter Diesel greifen. Es reicht der sparsame 190 PS starke Zweiliter-Vierzylinder-Diesel „Made in Steyr“ um perfekt motorisiert zu sein. Dieser läuft excellent leise, kraftvoll und sparsam. Außerdem dürfte man damit dank modernster Technik auch zukünftig keine Brösel mit dubioser politisch motivierter Anti-Diesel-Polemik bekommen. Eine perfekt abgestimmte Acht-Gang-Automatik rundet das Kapitel „Antrieb“ ab – Selbstschalten erledigt sich hiermit.

Hatte der erste X3 noch ein eher rustikal anmutendes Interieur mit eher grob verarbeiteten Materialien, so findet man im neuen X3 eine Inneneinrichtung höchster Güte. BMW verarbeitet hochwertige Kunststoffe, Holz, Echtmetall sowie feines Leder zu einem Wohlfühlambiente par excellence. Mit dem animierten Cockpit samt Infotainment erwartet den Fahrer vertrauter BMW-Komfort aus der 5er- und 7er-Baureihe.

Das BMW Cockpit ist frei von Bedienrätsel. Besser lässt sich die Usability in einem Auto wohl nicht lösen.
Wer möchte, sieht sich beim Einparken selbst zu. Viele sehen das als Spielerei – wir finden: Ziemlich cool!
Auch hinter dem Lenkrad werden die Skalen digital eingeblendet. Sie verändern sich je nach Fahrmodus.
Super bequeme Ledersportsitze und ein riesiges Glasschiebedach treiben natürlich auch den Preis in die Höhe.

Die Bedienung läuft BMW-typisch über mehrere Eingabe-Optionen. Entweder man greift über den Drehdrückknopf auf die übersichtliche Menüführung zu oder man betappst den großen Touchscreen. Außerdem funktioniert auch die Sprachsteuerung nahezu perfekt. Lediglich die Gestensteuerung hätte sich BMW verkneifen können – diese fällt unter die Rubrik Spielerei. Auch von Außen lässt sich der X3 bedienen: Auf Wunsch kann man mittels Display-Schlüssel seinen X3 vorheizen, klimatisieren oder die Reichweite abfragen.

Nicht nur größenmäßig hat sich der BMW X3 dem X5 angenähert. Auch preislich sollte man sich auf einiges gefasst machen. Unser Testwagen belief sich dank reichhaltiger Ausstattung auf satte 80.000 Euro. Natürlich ginge es auch etwas billiger, nur „nackt“ wird wohl kaum wer seinen X3 ordern.

Die Reise des BMW X3 ist mit dem aktuellen Modell jedenfalls noch lange nicht zu Ende. Ab 2020 soll der X3 als „erstes vollelektrisches Modell außerhalb der i-Reihe“ auf den Markt rollen. Wir bleiben neugierig.


Daten Fakten BMW X3 xDrive20d
Motor: Vierzylinder Commonrail Twinpower-Turbodiesel
Hubraum: 1995 ccm
Leistung: 190 PS
Drehmoment: 400 Nm 1750-2500 U/min
Testverbrauch: 7,2 Liter Diesel / 100 km
Preis: ab EUR 50.600,-

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