BMW X3 hoch fünf
Die Nieren des neuen X3 sind riesig. Entfallen sind die runden Nebelscheinwerfer unter den Hauptstrahlern

BMW legt den X3 neu auf. Die dritte Generation des SUV liefert optisch keine großen Überraschungen. Das Design wurde nur evolutionär weiterentwickelt, dafür blieb bei der Technik kein Stein auf dem anderen.

Irgendwie wirkt der BMW X3 jetzt rein atmosphärisch wie ein hochgebockter Fünfer. Kein Wunder basiert er auch auf dessen Plattform. Wir waren mit dem X3 xDrive30d unterwegs, die dritte Generation des Erfolgs-SUV, diese untermauert die technische Vormachtstellung von BMW eindrucksvoll, schiebt mächtig an, säuselt dabei kaum hörbar und patzt auch beim  Verbrauch und den Schadstoffemissionen nicht. Nach der prügelharten und engen ersten Generation und der deutlich abgesofteten und geräumigeren zweiten, kann die neue Generation jetzt alles besser. Wie üblich darf man sich auf Knopfdruck sein Wunsch-Fahrverhalten wählen. Und die fahrdynamische Spreizung ist auch im X3 mächtig – da gehts von super-soft und super-Eco bis in knackig sportive Bereiche. Alles fein abgestuft und deutlich erkennbar. Der Sechszylinder-Dieselmotor schiebt ordentlich an und auch im leichten Gelände kann man sich mit dem X3 zeigen. Die Offroad-Eigenschaften eines Range Rover bietet ein X3 nicht, aber für die meisten Kunden in Österreich wird dies kein Kauf-Hindernis sein.

Achtgang-Automatik und Allrad immer serienmäßig
Für alle Varianten gibt es serienmäßig die Kombination aus Achtgang-Automatik und Allradantrieb. Wie bei einem ordentlichen Relaunch üblich, hat auch die neue Version des BMW X3 über 50 Kilogramm abgespeckt und richtig verbessert wurde mit 0,29 auch der Luftwiderstandswert.

Für die zweite Testfahrt hatten wir das Topmodell: BMW X3 M4oi xdrive
Größer und schlauer
Die neue Cockpit-Architektur im Stile des 5er watscht den alten X3 ordentlich ab: Der 10,2-Zoll-Monitor steht frei auf dem Armaturenträger, die Instrumente sind digital wie bei 5er und 7er, die Echtholz-Dekorleisten könnten nicht edler anzuschauen sein. Auch an die optimale Haptik wurde gedacht. Die Knöpfe greifen sich dank Galvanisierung an als wären sie aus massivem Metall – auch bekannt vom 7er und 5er. Wer möchte schnuppert an der optionalen Beduftungsanlage im X3. Gegen Aufpreis darf man sich den monumentalen Display Schlüssel mit dem Statusdisplay darauf in die Hosentasche stecken. Apple CarPlay funktioniert in Sekunden und auch ohne Kabel, Android Auto hat BMW ebenfalls integriert.
Die flach stehende Heckscheibe und die zweigeteilten LED-Rückleuchten setzen Akzente

Fazit:
Der neue X3 fährt sich agil und komfortabel –  die 30d-Motorisierung darf als Idealkonfiguration empfohlen werden. Mittlerweile hat man eher das Gefühl in einem X5 zu sitzen. Mit dem neuen BMW X3 geht es zur Aufholjagd gegen die mittlerweile sehr breit aufgestellte SUV-Konkurrenz: Audi Q5, Volvo XC60, Mercedes GLC, Alfa Romeo Stelvio, Jaguar F-Pace, Porsche Macan und den neuen Range Rover Velar.


BMW X3 xDrive30d:
Reihen-Sechszylinder-Dieselmotor
8-Gang Steptronic Getriebe
Hubraum: 2.993 ccm
Leistung: 265 PS
max. Drehmoment: 620 Nm bei 2.000 – 2.500 U/min
0 – 100 km/h: 5,8 Sekunden
Vmax: 240 km/h
Verbrauch kombiniert: 6,0 l/100 km
Preis: ab 62.500 Euro.

BMW X3 M40i:
Reihen-Sechszylindermotor
8-Gang Steptronic Getriebe
Hubraum: 2.998 ccm
Leistung: 360 PS
max. Drehmoment: 500 Nm bei 1.520 – 4.800 U/min
0 – 100 km/h: 4,8 Sekunden
Vmax: 250 km/h
Verbrauch kombiniert: 8,4 l/100 km
Preis: ab 75.950 Euro.