Tatütata – die Feuerwehr ist da!

Es ist bei Skoda schon liebgewordene Tradition, neben den scharfen RS-Geräten auch sportlich geschminkte Ableger der einzelnen Modelle auf den Markt zu bringen. Jetzt war auch der Kodiaq dran.

Das auf Wunsch feuerwehrrot lackierte SUV setzt mit adaptivem Fahrwerk, Sportlederlenkrad und Alcantara-Sportsitzen dynamische Akzente – ohne jedoch seinen Familien-Charakter völlig aufzugeben. Auf den ersten Blick fällt natürlich die Lackierung auf, die hiermit einem jede Interessenten ans Herz gelegt wird. Dieses Velvet-Rot-Metallic sieht einfach umwerfend aus – vor allem in Verbindung mit den feschen Zwanzigzöllern und der völligen Absenz von Chrom macht sie aus dem braven Kodiaq einen absoluten Hingucker.

Auch beim Interieur hat Skoda ganze Arbeit geleistet. Die elektrisch verstellbaren Sportsitze sind mit feinem Alcantara bezogen und perforiertes Leder kleidet das griffige Sportlenkrad. Außerdem auffällig sind die Sicht-Carbon-Intarsien am ansonsten unveränderten Armaturenbrett.

Unser Testwagen hatte den 190 PS starken TDI Motor und das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) an Bord. Diese Kombination passt grundsätzlich hervorragend in den voluminösen Skoda Kodiaq. Am wohlsten haben wir uns im Komfort-Modus gefühlt. Wenn man es nicht eilig hat, liefert der Kodiaq Sportline damit seine beste Performance ab.

Man gleitet leise auf einem dicken Drehmomentpolster dahin, das DSG sortiert im Hintergrund unauffällig die richtigen Gänge und das komfortable Fahrwerk bügelt auch die schlechtesten Straßen glatt. Die präzise abgestimmte Lenkung spielt da ebenfalls perfekt mit.

Leider mag das DSG nicht so wirklich sportlich sein.

Man sollte halt nicht den Fehler machen und das Ganze allzu sportlich angehen. Der Motor hat zwar jede Menge Schmalz, nur macht ihm bei dynamischer Fortbewegung hin und wieder das teilweise sehr träge schaltende DSG einen Strich durch die Rechnung.

Beim Kickdown vergeht gefühlt eine Ewigkeit, bis sich da was ordentlich bewegt. Teilweise Abhilfe schafft hier der Wechsel ins Sportprogramm oder in den manuellen S-Modus des DSG. Nur treibt das auch die Drehzahlen hoch, was natürlich die ansonsten exzellenten Verbrauchswerte (Testschnitt 7,1 Liter Diesel) zum Teil wieder obsolet macht.

Unser Fazit:
Wer Sportline wählt, erhält ab EUR 48.200,- ein komplett ausgestattetes SUV mit sportlicherer Optik. Ein echtes Sport-SUV bekommt man jedoch nicht, denn im Fahrbetrieb bleibt auch dieser Kodiaq ein eher gemütlicher Langstrecken-Liner mit viel Platz für die ganze Familie. Richtig sportlich wird’s aber demnächst: Skoda bringt bald einen echten Skoda Kodiaq RS – dann aber mit rund 300 Benziner-PS. Mehr über Skoda gibt’s auf www.fahrfreude.cc


Daten Fakten Skoda Kodiaq TDI Sportline DSG
Motor: 4-Zylinder Turbodiesel
Leistung: 190 PS
Testverbrauch: 7,1 Liter Diesel / 100 km
Preis: ab EUR 48.200,- 

 

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