Nach fünf Jahren Laufzeit löst Mazda die erste Generation seines Erfolgsmodells CX-5 ab. Wir waren beim Presse-Launch und den Lifestyle-Workshops in Barcelona mit dabei. Auf Probefahrten auf spektakulären Küstenstraßen prüften wir, wie sich der Mazda CX-5 der Generation 2017 fährt.

Japaner lieben die Harmonie, plötzliche Richtungswechsel nicht unbedingt ihre Sache. Wenn einmal die Richtung definiert ist, bleiben sie dieser auch lange treu. Deshalb sind auch die Designphilosophien Kodo und Jinba Ittai für Mazda verbindliche Größen, nach denen alle Modelle entwickelt werden. Erster Vertreter der Kodo-Designphilosophie war vor fünf Jahren der CX-5, der jetzt mit der zweiten Modellgeneration auf den Markt startet. Passend zum Autodesign wurden wir zu Testfahrten in das Hotel Le Méridien Ra Beach & Spa in El Vendrell eingeladen. Danach ging es nach Barcelona ins hippe W Hotel zu Design- und Fotoworkshops.

Mit Kodo und Jinba Ittai auf einsamen Küstenabschnitten

Jeder Teil neu, aber dennoch völlig vertraut.
Kodo bedeutet so viel wie die „Seele der Bewegung“, und in der Tat scheinen die Formen des CX-5 ständig in Bewegung zu sein. Heute besitzen alle Modelle der Marke diese fließenden Formen. Jitta Ittai wiederum steht für die Verschmelzung von Fahrer und Auto zu einer Einheit, die von den Kunden offensichtlich auch so wahrgenommen wird, denn der CX-5 steht heute für ein Viertel aller Mazda-Verkäufe. Mazda hat es tatsächlich geschafft, das Design des CX-5 ohne große Eingriffe völlig neu wirken zu lassen. Der Neue wirkt deutlich athletischer als sein Vorgänger, wobei die neuen Formen vor allem bei der Frontgestaltung ins Auge fallen. Die Mazda-Designer schafften das Kunststück, eine Karosserie zu entwickeln, bei der kein Teil vom Vorgänger übernommen wurde, die aber dennoch auf den ersten Blick völlig vertraut wirkt.

Völlig neue Sitze bieten noch mehr Komfort und Halt.
Auch das Interieur macht auf den ersten Blick einen bekannten Eindruck, doch auch hier bewirken gekonnte Retuschen einen komplett neuen Auftritt. Am auffälligsten sind die Sitze, die nun wesentlich mehr Komfort und Halt bietet. Das Cockpit wurde gründlich entstaubt, der Sieben-Zoll-Touchscreen und die  Belüftungsdüsen beherrschen das Bild. Analoge Instrumente informieren den Fahrer präzise über die wichtigsten Daten, und im Gegensatz zur Konkurrenz finden sich am Lenkrad nur wenige Schalter.

Einmal in Fahrt zeigt sich der Mazda CX-5 von seiner angenehmen Seite.
Die Fahrwerksabstimmung ist auf der komfortablen Seite, der CX-5 will gar kein Sportler sein, sondern seine Passagiere eher mit viel Bequemlichkeit verwöhnen. Vor allem der geringe Geräuschpegel fällt positiv auf, Grund dafür sind unter anderem die geringeren Luftgeräusche dank deutlich reduziertem Luftwiderstand. Aber auch Kurven bringen das 1,5-Tonnen schwere SUV nicht aus der Ruhe, Grund dafür ist das G-Vectoring Control System. Dies kommt bei allen Motorisierungen serienmäßig zum Einsatz und unterstützt den Fahrer indem es beim Einlenken in die Kurve eingreift und so das Drehmoment  an den Vorderrädern reduziert. Bleibt der Lenkeinschlag gleich, wird das Drehmoment wieder erhöht, die Last verlagert sich an die Hinterräder und der CX-5 rollt stabilisiert durch die Kurve. Der Fahrer merkt von dem nichts und genießt höchstens seine sportliche Fahrweise.

Die neu entwickelte Spezialfarbe „Soul Red Crystal“ wirkt kantenbetonend und passt hervorragend zum Fahrzeug

Skyaktiv Technik sorgt für niedrigen Verbrauch und gute Dynamik.
Als Antrieb bietet Mazda zum Marktstart zwei Zwei-Liter-Benziner und drei 2,2-Liter-Diesel, diese Motoren leisten zwischen 150 und 175 PS. Die Vierzylinder können mit manuellen oder automatisch schaltenden Sechs-Gang-Getrieben kombiniert werden. Mit Ausnahme der frontgetriebenen Basisversionen kommt der CX-5 als Allradler zum Verkauf. Dank Skyactiv-Technik hält sich der Verbrauch in angenehmen Grenzen. Wieviel der neue Mazda CX-5 wirklich verbraucht, wird ein ausführlicherer Test zeigen. In den kommenden Wochen ergänzt Mazda das Motorenprogramm um einen 2,5 Liter großen Vierzylinder-Benziner. Das Spitzenaggregat, das ausschließlich mit Allradantrieb und Automatik verfügbar sein wird, leistet 194 PS und verfügt über ein maximales Drehmoment von 258 Newtonmetern. Erstmals verfügt dieser Motor über eine Zylinderabschaltung.

Assistenzsysteme gibt es viele im neuen Mazda CX-5.
Dazu gehören unter anderem ein City-Notbremsassistent, Verkehrszeichenerkennung und ein Stau-Assistent, der bei eingeschaltetem Tempomat mit radargestützter Distanzregung den CX-5 hinter einem Stau bis zum Stillstand abbremst und so lange stehen bleibt, bis wieder Bewegung in die Schlange kommt. Das Weiterfahren muss zwar vom Fahrer aktiviert werden, danach funktioniert aber alles wieder automatisch. Zu erwähnen wäre auch noch die neu erhältliche elektrische Heckklappe.

Den neuen Mazda CX-5 gibt es ab EUR 25.990,- zu kaufen.

Nach den ersten Testfahrten sind wir uns sicher, der neue CX-5 wird die Erfolgsgeschichte von Mazda weiter schreiben.

Mazda hat den CX-5 neu abgestimmt. Lenkung, Federung und Bremsen finden einen Kompromiss zwischen Reisekomfort und sportlichen Ambitionen