Als wenn der aktuelle MX-5 nicht schon der absolute Heuler wäre, bringt Mazda jetzt auch noch eine megageil gezeichnete RF-Variante des Roadsters auf den Markt. RF steht für „Retractable Fastback“ – ein neuer Kunstbegriff, der sich wahrscheinlich am schnellsten mit „Targa-Dach ähnlich Porsche 911“ erklären lässt. Das von Webasto entwickelte Dach besteht aus drei beweglichen Teilen – der größte Unterschied zum Porsche-Dach ist die fast senkrecht stehende Heckscheibe, die deutliche Gewichtsvorteile gegenüber der Glaskuppellösung des 911 Targa bringt.

Ähnlich kompliziert wie bei Porsche ist auch der Öffnungsvorgang bei Mazda. Dabei hebt sich das komplette hintere Dachteil ein Stück nach hinten und etwa 20 Zentimeter an. Dann verschwinden die beiden anderen Dachelemente und auch die Heckscheibe darunter. Anschließend findet der hintere Abschnitt mit den beiden Dachsäulen wieder seinen ursprünglichne Platz und verwandelt den RF in einen Targa. Die ganze Prozedur dauert rund 13 Sekunden – also rund sechs mal so lange, wie beim normalen MX-5 Roadsterverdeck. Wer möchte reduziert die Fahrgeschwindigkeit auf unter zehn km/h – bis dahin funktioniert das Ganze auch während der Schleichfahrt. Würde sagen – Stehenbleiben ist die coolere Variante.

Das alles hört sich kompliziert an – und ist es auch. Vor allem, wenn man die „Schnipp-schnapp“-Variante des normalen Mazda MX-5 kennen und lieben gelernt hat, wird man deren Tempo  und unverkrampfte Leichtigkeit vermissen. Die Optik wird jedenfalls zu hundert Prozent bedient. Wir vermuten, dass auch das nette Fahrverhalten des Roadsters völlig erhalten bleibt. Ein Echttest wird hier Erleuchtung bringen.

Mazda rechnet damit, dass rund 45 Prozent aller MX-5-Kunden zum RF greifen werden.