Soeben hat Jaguar eine neue Mutation des F-Type vorgestellt. Sollen wir uns darüber freuen? Wir wissen es nicht.

Der Neue wird vollmundig als der verbrauchs- und preisgünstigste seiner Art angepriesen. Möglich wird das durch den gnadenlosen Einsatz eines Zweiliter-Vierzylinder mit Turboaufladung. Wir buchstabieren Z-W-E-I-L-I-T-E-R-V-I-E-R-Z-Y-L-I-N-D-E-R ! Immerhin 300 PS holt Jaguar aus dem Motor.  Die Briten sprechen vom stärksten jemals gebauten Vierzylinder-Serienmotor der Firmengeschichte. Gab es da überhaupt schon einen?! Außer vielleicht den aktuellen Diesel. Also dieser F-Type zeichnet sich jedenfalls durch einen kombinierten CO2-Ausstoss von 163 g/km aus.

Eine Abregelung bei 250 km/h braucht der Sportwagen nicht – er geht genau 249 Sachen. Hundert sind in respektablen 5,7 Sekunden abgehandelt.

Jaguar hat ziemlichen Aufwand betrieben um diese Effizienz mit ordentlicher Leistungsentfaltung zu paaren. So wurde ein elektrohydraulischer Ventiltrieb in den Zylinderkopf integriert. Über das komplette Drehzahlband wird der Hub der Einlassventile variabel gesteuern. Ebenfalls optimiert – das Warmlaufverhalten. Dies alles zusammen ergibt eine deutliche Senkung der Verbräuche und Emissionen. Wir hoffen, dass damit der F-Type nicht zum Prius unter den zweisitzigen Sportwagen geworden ist. Auf der sportlichen Haben-Seite steht jetzt das gegenüber den stärkeren Modellen um 52 Kilogramm gesenkte Gewicht. Kurven-Handling und Ansprechverhalten der Lenkung dürften gewonnen haben.

Man beachte das einzelne Auspuffrohr. Ein Kennzeichen des Vierzylinders.

So nebenbei wurde auch noch die Karosserie von Coupé und Roadster leicht modifiziert und auch die Technik auf Vordermann gebracht. Der neue Jahrgang hat jetzt geliftete Stoßfänger und Voll-LED-Scheinwerfer montiert. Dass der F-Type jetzt einen Müdigkeitswarner spendiert bekommen hat, stimmt uns etwas nachdenklich. Beim Gebrüll der stärkeren Varianten hätte man den vermutlich nicht gebraucht.

Der 2-Liter Motor im F-Type leistet runde 300 PS. Ein direkter Vergleich mit dem gleich starken Seat Leon ST Cupra wäre interessant.

Wie sich der der neue Vierzylinder F-Type im Gegensatz zu den 6- oder 8-Zylinder-Varianten fährt? Wir wissen es nicht. Bislang hat sich noch nie die Gelegenheit zu einer Testfahrt ergeben. Vielleicht ein Segen…

Der neue F-Type ist ab sofort bestellbar, der Einstiegspreis liegt bei 63.800,- Euro für das Coupe bzw. bei 71.750,- Euro für das Cabriolet.