Er sieht schon rassig aus, der Skoda Superb Sportline. Mit der völligen Absenz von Chrom, großen Rädern und der dezent tiefer gelegten Karosserie macht der große Kombi ordentlich was her. Sein schwarzer Kühlergrill und die dunkel hinterlegten Nebelscheinwerfer verleihen dem Superb, ebenso wie die glanzgedrehten 19-Zoll-Leichtmetallfelgen, die dunkel getönten hinteren Seitenscheiben und die schwarzen Fensterrahmen vor allem optische Dynamik. Die Rückspiegel sowie die Dachreling und der Heckdiffusor kontrastieren ebenfalls in Schwarz. Vor allem, wenn man die flashige „Corrida-Rot“ Lackierung gewählt hat, ergibt das ein höchst dynamisches Bild. Der Fahrer freut sich im Sportline über ein griffiges Leder-Sportlenkrad. Er und sein Beifahrer nehmen auf Sportsitzen Platz. Diese sind mit schwarzem Alcantara bezogen, silberne Ziernähte sorgen für Kontrast. Die Alu-Pedale, eine Dekorleiste in Carbon-Optik und der Performance-Monitor  – er informiert über die herrschenden G-Kräfte und den Temperatur-Haushalt des Fahrzeugs – vervollständigen den dynamischen Touch beim Interieur.

Technisch hat sich ansonsten nicht viel verschärft. Vier Benzin-(150, 180, 220, 280 PS) und zwei Dieselmotorisierungen (150, 190 PS) stehen zur Auswahl. Wir fuhren den stärksten Selbstzünder, einen Zweiliter-TDI mit 190 PS, Sechsgang-DSG und Allrad-Antrieb. Dieser Motor treibt den großen Kombi souverän an, wer die zur Schau gestellte Sportlichkeit auch erfahren möchte, sollte aber eher zum stärksten Benziner greifen oder auf den RS warten, der liefert dann laut neuesten Gerüchten über 300 Benzin-PS. Fahrdynamisch bleibt der Superb ein braver Gleiter, der in erster Linie auf höchstmöglichen Komfort auf der Langstrecke ausgelegt ist. Verspielte Fahrer switchen das adaptive Fahrwerk auf „Sport“ und schärfen damit Dämpfercharakteristik, Progressivlenkung und Motorsteuerung. Am besten passen allerdings dennoch die Fahrprofile „Normal“ und „Comfort“. Damit bietet der Superb genau das, was man von einem großen Business-Kombi in erster Linie erwartet: Nämlich kuscheligen Komfort und hervorragende Langstreckenqualität.

Als „Sportline“ lässt der bequeme Skoda Superb Combi ein klein wenig den RS raushängen – allerdings nur optisch.

Die gebotene Sicherheitsausstattung ist in der Sportline-Ausstattung sehr gut. Serienmäßig findet man Frontradarassistent inklusive City-Notbremsfunktion, Reifendrucküberwachung, Bi-Xenon mit LED Tagfahrlicht sowie sieben Airbags. Optional erhältliche Assistenzsysteme wie der Adaptive Abstandsassistent (ACC), der proaktive Insassenschutz, ein Spurwechsel- und Spurhalteassistent, der Stauassistent für Stop&Go-Verkehr und der Notfallassistent, der das Fahrzeug im Notfall automatisch bis zum Stillstand abbremst, runden die Sicherheitsausstattung nach oben ab. Auch die Komfortausstattung kann sich sehen lassen. Zum Serienumfang zählen unter anderem eine 2-Zonen-Klimaautomatik, beheizbare Vordersitze, Tempomat inklusive Speedlimiter und ein Parklenkassistent. Wie von Skoda gewohnt, erleichtern eine Vielzahl an „Simply Clever“-Details das Leben. So befindet sich unter anderem in den Vordertüren ein Regenschirm. Andere praktische Lösungen sind der Eiskratzer im Tankdeckel, das Tablet-Staufach vorn, USB-Anschluss und 230-Volt-Steckdose im Fond, „Easy-Open“-Flaschenöffnung für Halbliter-Flaschen, eine Warnwestenhalterung und ein Mistkübel in den vorderen Türen. Ebenfalls serienmäßig ist das bekannt üppige Platzangebot des Skoda Superb Combi. Im Fond residiert man auf S-Klasse Niveau und den Kofferraum platzmäßig auszureizen ist eine echte Challenge.

Preislich startet der perfekt verarbeitete Skoda Superb Sportline Combi bei EUR 38.970,- (1.4 TSI) die getestete 2.0 TDI Variante mit Allrad und DSG beginnt bei 47.840 Euro.


Daten Fakten
Skoda Superb Combi 4×4 Sportline TDI SCR DSG
Motor: 4-Zylinder Turbodiesel
Hubraum: 1968 ccm
Leistung: 190 PS
Testverbrauch : 6,3 Liter Diesel
Preis: ab 47.840 Euro