Sie reflektieren auf einen Kleinwagen, der sich von der grauen Masse abhebt? Dann sollten Sie einmal einen Blick auf den neuen Citroen C3 werfen. Der hat sich nämlich mächtig gemausert und überzeugt nun mit neuer Frische in der Polo-Klasse.

Ganz im Stil seiner großen Brüder C4 Picasso und Cactus trägt jetzt auch der Citroen C3 die Tagfahrleuchten oberhalb der Hauptscheinwerfer. Die praktischen Airbumps an den Türen kennen wir ebenfalls bereits vom Cactus. Am C3 wirken sie deutlich stimmiger dimensioniert. Wer möchte, bestellt sie ab und erhält dadurch aber die dann um einiges langweiligere Optik.

Wir empfehlen kräftige Farben.

Optisch darf man sich bei der Konfiguration des C3 austoben. Wir empfehlen kräftige Farben (in unserem Fall Cobaldblau) und Details, wie zum Beispiel das nun vier Zentimeter tiefer liegende Dach in Kontrastfarbe. Ebenso empfehlenswert finden wir die groß dimensionierten Räder – derart aufgepimpt wirkt der Citroen C3 schon mächtig auf seine Umwelt.

Auch innen präsentiert sich der Citroen C3 frisch und neu: Die Armaturen sind geradlinig modern gezeichnet, die kleinen Luftdüsen erinnern dafür an die roaring Sixties. Stoffapplikationen geben dem Interieur zusätzlichen Pfiff. Über den zentral angeordneten sieben Zoll großen Touchscreen werden die Klimatisierung und das Infotainment-System bedient. Wer will spiegelt sein Smartphone am Bildschirm – egal ob‘s nun ein iPhone oder ein Android-Gerät ist. Die Verarbeitungsqualität präsentiert sich sehr gut, die verwendeten Materialien sind weitgehend hochwertig, sieht man von den Türverkleidungen ab, die hätten sich dieses Hartplastik nicht verdient.

Optisch wirkt der kleine Franzose deutlich sportlicher als er tatsächlich ist.

Nimmt man im C3 Platz, umweht einem altbekannter Citroen-Spirit. Das liegt daran, dass die Fauteuils überraschend breit und einfach mega-bequem ausfallen. Diese Weichheit haben wir schon lange nicht mehr erlebt! Gleichzeitig glänzt der Seitenhalt mit weitgehender Abwesenheit. Anfänglich verunsichert, wandelt sich unsere anfänglich kritische Einschätzung der Lage im Laufe des Tests aber ins Positive, passen die Sitze doch hervorragend zum bequemen Charakter des C3. Denn erstens bekamen wir keine Rückenschmerzen und zweitens braucht‘s den übertriebenen Seitenhalt in den meisten Fällen eh nicht.

Der Citroen C3 ist nämlich auch auf der Straße ein überaus gemütlicher Genosse. Er federt kommod ein, die Lenkung möchte gar nicht direkt ausgelegt sein und auch der sprudelige Dreizylinder-Benziner im Testwagen ist weit von einem sportlichen Reisser entfernt. Mit seinen 82 frei saugend generierten PS befördert er uns lustig schnarrend durch die Lande, geht dabei wohltuend sparsam zu Werke (Testschnitt 5 Liter Super) und passt einfach perfekt ins Gesamtbild. Hat man sich an den Charakter des C3 gewöhnt – und das geht wirklich schnell – passt man seine Fahrweise einfach den Gegebenheiten an und erntet wohltuenden Komfort und inneren Frieden.

Unser Testwagen, ein Citroen C3 Shine PureTech 82 war sozusagen der Ausstattungsgipfel des Modells. Er steht inkl. Navigation, Rückfahrkamera und lustiger Lackierung mit 19.000 Euro in der Liste. Zu haben ist der Citroen C3 ab EUR 11.290,-.

Unser Fazit:
In Zeiten, in denen jeder Kleinwagen auf Sportlichkeit getrimmt wird und vor allem der Federungskomfort dadurch oft auf der Strecke bleibt, ist es einfach ein Genuss, einmal genau das Gegenteil zu erleben. Der Citroen C3 giert nicht nach Dynamik sondern bettet seine Passagiere in Watte. Und so nebenbei sieht er auch noch erfrischend anders aus.