Die aktuelle Plug-in-Technologie ermöglicht einen höchst kreativen Zugang zum Thema E-Mobilität. Eine ganz besondere Stilblüte ist dabei der BMW X5 iPerformance 40e. Wir haben uns für die „Familien“-Testfahrt eine passende brandneue Location ausgesucht, das 4-Sterne-Superior-Familienhotel & Resort Dachsteinkönig.

Prinzipiell ist es ja so, dass BMW in Sachen Elektroantrieb eine sehr offensive, für manche eine etwas phantasievolle, auf jeden Fall aber eine Blicke auf sich ziehende Rolle einnimmt. Einem i3 wird noch heute viel Aufmerksamkeit zu Teil, vom i8 als wandelnden Feuchttraum gar nicht zu reden. Zusätzlich haben sich die Münchner aber ein zweites Standbein geschaffen, eben mit Hilfe von Plug-in.

Die BMW X5 iPerformance Testfahrt ging zum brandneuen Kinderparadies in Gosau: Family Hotel & Resort Dachsteinkönig

Das Big-Size-SUV ist die Speerspitze und quasi das Musterauto in Sachen BMW und Plug-in. In Zahlen: Systemleistung 313 PS, Leergewicht 2.305 Kilogramm, 0 auf 100 km/h in 6,8 Sekunden und das bei einem Normverbauch von 3,3 Litern. Das klingt nach der Quadratur des Kreises. Zu aller erst einmal ist der 40e ein X5 wie jeder andere auch. Groß, beeindruckend, nicht unbedingt ein Sympathieträger, aber in seinen Talenten unangreifbar. Die Kraft der zwei Herzen ist äußerlich nur an dezenten Schriftzügen und einer Klappe links vorne fürs Aufladen erkennbar. Auffällig ist was anderes, der 40 e ist quasi ein U-Boot-Hybride.

Elin-Typ2-Ladestation und Tesla Wall Connector

Jetzt parkt unser X5 vor uns hier im schönen Gosau, und wie es sich für ein neues und nachhaltiges Hotelkonzept gehört, können wir im Dachsteinkönig unser Testauto direkt in der Hotelgarage aufladen. Zur Auswahl steht eine Elin-Typ2-Ladestation und ein Tesla Wall Connector (Destination Charger). Das mit der Natur verschmolzene, dörflich strukturierte Hotel ist nicht nur ein Kinderparadies sondern nutzt auch erneuerbarer Energiequellen.

In Sachen Interieur alles total normal hier, lediglich eine „eDrive“-Taste weist auf die Besonderheit unseres Probanden hin. Wobei „total normal“ zu relativieren ist, insofern als das der BMW schon über ein grenzgeniales Innenleben verfügt. „Premium“ fällt einem dabei spontan ein, also echtes, nicht dieser gekünstelte „Tiefkühlfisch“-Premiumkrampf aus der Werbung. Zwei Details wollen wir symbolisch nennen, das feinstens vernähte lederumspannte Dashboard und das griffgeile dicke Sportlederlenkrad. Die Münchner kombinieren dies mit einem technischen Level der sich gewaschen hat. Die Navi- und Online-Funktionen sind auf neuestem Stand, der Blick ins Head-up Display beantwortet viele Fragen, eine Vielzahl an Assistenten assistiert und die iDrive-Steuerung hat ein nicht für möglich gehaltenes Maß an Intuition erreicht.

Der BMW X5 40e offeriert eine unglaubliche Vielzahl an Einstellungen, Möglichkeiten, Spielereien. Aber, und jetzt kommts, man kann auch einfach einsteigen, den Start-Knopf drücken und losfahren. Begleitet von der Gewissheit, dass man dabei dem Grunde nach nichts falsch machen kann. Allerdings könnte man was versäumen. Zum Beispiel emissionsfreies Fahren in der Stadt, weil zuvor auf der Autobahn sinnbefreiter Weise die Batterie entleert wurde. Hier beginnt die Denkarbeit für den Fahrer.

Die Systemleistung haben wir bereits erwähnt, 450 Newtonmeter wären hier noch zu ergänzen. Die Power resultiert aus einem 245 PS starken 4-Zylinder Turbobenziner und einem flexibel nutzbaren 113 PS liefernden E-Antrieb. Drei verschiedene Fahrmodi stehen zur Auswahl, ihres Zeichens Auto eDrive-, Max eDrive- und Save Battery-Modus. Ist Auto e-Drive ausgewählt, koordiniert der BMW das Zusammenspiel aus fossilen und emissionsfreien Kräften. Wer da jetzt genau wieviel zum Vortrieb beisteuert bekommt man als Steuermann kaum mit, das System arbeitet bis hin zur genialen 8-Gang-Automatik perfekt. Wechselt man in den Max-e-Drive Betrieb, wird der X5 zu einem lautlosen Gleiter. Reale 25 Kilometer sind drin, jeder einzelne davon angesichts dieses Trumm von Auto ein Genuss. Last but not least der Save Battery-Modus, der den Benziner zum Alleinunterhalter macht und die vorhandene Power in den Lithium-Ionen-Akkus aufspart.

In diesen Fahrmodi liegen gleichermaßen Potential wie Tücken der Plug-in Hybrid-Technik. So lange noch Saft in den Batterien steckt, hat der X5 40e enormes Sparpotential. Kurze Strecken sind rein elektrisch zurück zulegen, bei vorhandener Lademöglichkeit bleibt der Benziner mit unter arbeitslos. Verbrauch 0 Liter. Soweit der Idealfall. Im Worst Case sind die Akkus leer, und der Turbobenziner hat 2.305 Kilo zu bespaßen. Verbrauch frage nicht.

Im Alltag liegt man dort, wo auch die Wahrheit liegt, nämlich in der Mitte. Der Elektroantrieb drückte den Durchschnittsverbrauch auf herzeigbare 8,1 Liter. Dabei haben wir uns zu meist auf den Auto eDrive-Modus verlassen, nur auf der Autobahn bzw. in der City haben wir ihn überstimmt und in den Save Battery- bzw. Max eDrive Modus gewechselt. Vereinzelten Ausreißer nach oben (Batterie leer, Gasfuß schwer) trübten die Gesamtstatistik dabei kaum. Zumal es ja auch noch die Freude am Fahren gibt, welche BMW 1:1 in die Welt der Elektrifizierung übertragen hat. Siehe Fahrerlebnisschalter. Bei Abruf aller Kräfte stürmt der X5 in 6,8 Sekunden auf 100 km/h, begeistert durch enormen Durchzug. Selbst wenn der Benziner alleine ackert, wird man nie von einem Defizit an Leistung sprechen. Zu gut portioniert die 8-Gang-Automatik Drehmoment und Newtonmeter, zu gut ist das ganze Auto an sich.


Fakten BMW X5 iPerformance 40e:
Plug-in Hybrid mit 4-Zylinder Turbo-Benziner
Systemleistung: 313 PS
0 auf 100 km/h: 6,8 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
Testverbrauch: 8,3 Liter
Preis ab EUR 69.900,00


Shooting-Location: Leading Family Hotel & Resort Dachsteinkönig

In Gosau am Dachsteingebirge eröffnete im Dezember 2016 das erste Kinderhotel der Welt, das von Beginn an als Familienhotel geplant und direkt auf der grünen Wiese errichtet wurde. Hinter dem Projekt steckt Familie Mayer, die schon seit 25 Jahren Erfahrung als Pioniere der Kinderhotels hat. „Die Gäste merken, dass wir auf die Umwelt achten, ohne dass sie auf Luxus verzichten müssen“, sagt Florian Mayer, Geschäftsführer der Mayer Family Hotels. Der Gast von heute könne Achtung vor der Umwelt sehr wohl von Sparmaßnahmen auf Kosten des Gastes unterscheiden. Der grüne Faden zieht sich im Viersterne-superior Hotel vom elektrisch angetriebenen Hotelfuhrpark über eine komplette Wärmerückgewinnung aus allen technischen Anlagen bis hin zur Regionalität durch. www.dachsteinkoenig.at